Diabetes ist die vierthäufigste krankheitsbedingte Todesursache und die Anzahl der Diabetesbetroffenen nimmt stetig zu. Gründe hierfür sind unter anderem die zunehmende Fettleibigkeit und mangelnde Bewegung.

«In meiner Familie gibt es Einzelfälle von Diabetes (Typ 2). Wie merke ich, ob ich auch davon betroffen bin?»

Lange Zeit spüren Sie selber sehr wenig, vielleicht etwas mehr Durst oder häufiges Wasserlassen. Die zuverlässigste und schnellste Methode ist ein Bluttest. Lassen Sie sich ihren Blutzucker in der Apotheke oder bei ihrem Hausarzt messen. Ein Wert von über 7mmol/l nüchtern ist bedenklich und muss näher abgeklärt werden. Wie hoch Ihr individuelles Risiko ist können Sie z.B. hier testen: www.diabetesschweiz.ch/diabetes/risikotest/

«Muss ich meine Ernährungsgewohnheiten bei Diabetes umstellen?»

Die Schweiz. Gesellschaft für Ernährung rät den Mahlzeitenrhythmus den individuellen Bedürfnissen und dem Blutzuckerspiegel anzupassen. Grundsätzlich sollte die Kohlen­hydratzufuhr auf mindestens drei Mahlzeiten verteilt werden. Zudem ist Zucker nicht gleich Zucker. Vollkornprodukte zum Beispiel lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als raffinierte Produkte. Aber auch die richtige Kombination von Lebensmitteln ist wichtig. Der Blutzuckerverlauf ist positiver, wenn die Kohlenhydrate mit Nahrungsfasern, Eiweiss oder Fett kombiniert werden und eine feste Konsistenz aufweisen. Denken Sie auch daran, dass Süssgetränke und grosse Fruchtmengen den Blutzuckerwert ebenfalls ansteigen lassen. Zwischen­mahl­zeiten sind zur Zuckerkontrolle nicht nötig.

«Wie kann ich einen Diabetes vorbeugen?»

Die Wichtigste, um Diabetes zu verhindern oder hinauszuzögern ist eine gesunde Lebensweise. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung. Hohes Übergewicht kann ein entscheidender Faktor für die Entstehung von Diabetes Typ 2 sein. Denn dieses kann die Insulinempfindlichkeit in den Muskeln, der Leber und im Fettgewebe verringern. Das heisst, das Insulin wirkt nicht mehr so gut, sodass der Zucker im Blut nicht ausreichend abgebaut wird. Ein normales Körpergewicht kann das Diabetesrisiko senken.

* Dr. med. Barbara Felix: Leitende Ärztin Medizinische Universitätsklinik, Diabetologie & Endokrinologie, Diabetesberatung des Kantonsspitals Baselland, Bruderholz.