Das bis zum Grad der Selbstaufopferung hoch motivierte Team des Schweizer Sportmuseums in Münchenstein hat diese «allerletzte Chance» verdient. Was die Museumskonzeption mit fliegenden Ausstellungen und der Verbreitung von sporthistorischen Inhalten auf unterschiedlichsten Kanälen angeht, gehört es zu den innovativsten der Region, vielleicht sogar des ganzen Landes. Insofern war die Zustimmung zum Kompromissvorschlag einer zweijährigen Finanzierung über je 150 000 Franken ein guter Entscheid des Basler Paraments. Illusionen darf man sich allerdings keine machen. Ausser es passiert ein Wunder wie einst beim FCB mit einem Mäzenatentum à la Gigi Oeri, wird sich auch in zwei Jahren die finanzielle Situation nicht grundlegend geändert haben. Dafür ist unter anderem die jetzige Lage im dritten Stock eines Gewerbehauses am Rande des Dreispitzareals zu ungünstig.

Darum wäre es an der Zeit, dass sich die Regierungen, und zwar in Stadt und Land, endlich für eine endgültige Lösung einsetzen, statt sich in der Finanzierungsfrage immer nur im Kreis zu drehen. Eine Lösung, die sogar ziemlich nahe liegend ist und der sportverrückten Region gut anstehen würde: Gemeinsam und mit Nachdruck sollten sich beide Basel beim Bund dafür einsetzen, dass das Schweizerische Landesmuseum die hoch interessante Sportsammlung in seinen Bestand aufnimmt und das Sportmuseum als dauerhaften Aussenstandort in der Region Basel betreibt. Mit der Vermittlung eines neuen, publikumsträchtigen Standorts und einer einmaligen Anschubfinanzierung käme dies die beiden Basel vermutlich erst noch günstiger als dieser jahrelange, unwürdige Streit um Subventionen.