Sie sind das Highlight der Machbarkeitsstudie zum Schwingfest in Aesch: die Manne und Fraue, die für die Studie in die Schwingerhosen gestiegen sind. Unter ihnen sind Baselbieter Bundespolitiker (Elisabeth Schneider-Schneiter, Thomas de Courten, Claude Janiak), eine FC-Basel-Legende (Alex Frei) und ein Gewerbevertreter (Andreas Schneider, Präsident Wirtschaftskammer). Claude Janiak schaut so aus, als fühle er sich nicht ganz wohl in seiner Verkleidung.

Von den Genannten war am Mittwoch niemand zur Präsentation der Machbarkeitsstudie gekommen. Nicht ihr Fehlen fiel auf, sondern dasjenige von Umweltschützern und betroffenen Landeigentümern und Pächtern. Die Projektgruppe, welche die Studie ausarbeitete, versuchte, mit dem aus dem Bündnerland eingeflogenen Biologen Marcel Züger die ökologischen Bedenken zu zerstreuen. Die Strategie fruchtete mässig. So sagte Urs Chrétien, Geschäftsführer von Pro Natura Baselland, ihn hätten die Ausführungen seines Kollegen «nicht überzeugt». Unter den lokalen Verbänden hersche weiterhin Konsens: Das Schwingfest gehört nicht nach Aesch Nord. Auch Chrétien schlüpfte für die Präsentation in eine Rolle: Er war am Mittwoch offiziell als Redaktor für das «Pro Natura Magazin» zugegen.

Der Projektgruppe rund um Leiter Urs Lanz dürfte spätestens am Mittwoch klar geworden sein: Mauern hochziehen nützt nichts. Die Schwinger müssen auf die Kritiker und die Betroffenen zugehen. Ein Stück harte Überzeugungs- und Vermittlungsarbeit wartet auf die Projektgruppe. Mit Promis in Schwingerhosen ist die Arbeit nicht getan.