Kommentar

Die Laufentaler kriegen endlich Gewissheit

Der Landrat segnete am Donnerstag die Schliessung des Spitals Laufen ab.

Der Landrat segnete am Donnerstag die Schliessung des Spitals Laufen ab.

Die Einwohnerinnen und Einwohner im Bezirk Laufen hängen an ihrem Spital. Das Unverständnis über die Pläne des Kantons Baselland, das Krankenhaus zu schliessen, ist gross. Nicht bei allen, aber bei vielen.

Ein grosser Teil der Empörung hat den Ursprung im Laufentalvertrag. Im Abkommen, das beim Kantonswechsel des Laufentals erstellt wurde, heisst es, dass der Bestand des Spitals Laufen «dauernd gewährleistet» sei. Über die Auslegung der beiden Wörter wird seit Jahren gestritten. Eine rechtliche Klärung der Passage erfolgte bisher nicht. Mit dem gestern verabschiedeten Dekret des Landrats zur Schliessung des Spitals wird sich dies nun ändern. Die Befürworter des Spitals werden aller Voraussicht nach Beschwerde einreichen. Sie kündigen an, sogar bis vor Bundesgericht zu gehen.

Das ist wichtig. Bis anhin hing der Laufentalvertrag wie ein Damoklesschwert über sämtlichen Diskussionen zur Zukunft des Spitals. Dass nun die Gerichte ein für allemal entscheiden, bringt endlich Gewissheit für die Laufentaler. Das Ergebnis - egal wie es ausgeht - gilt es zu akzeptieren. Der Kanton Baselland muss sich den Vorwurf gefallen lassen, bei seinen Überlegungen den Laufentalvertrag bisher zu wenig thematisiert zu haben. Falls es geschah, dann immer nur als Reaktion auf Kritik. Es macht den Eindruck, dass man auf gut Glück versuchte, die Pläne durchzubringen. Auch das dürfte im Laufental manchen verärgert haben.

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