Neulich ist es mir wieder passiert. Ich war am Samstag mit dem Auto auf dem Markt von Saint-Louis. Dort gibt es eine blaue Zone und man muss die Parkscheibe einstellen. In meinem PW habe ich eine Ablage, wo sich sonst die Karte für das Anwohnerparking befindet. Darauf habe ich die Scheibe gelegt und, als ich wieder in Basel war, prompt vergessen, sie wegzunehmen. Gemerkt habe ich das erst am Dienstagabend. Von der Anwohnerkarte war nur die letzte Ziffer 7 von 2017 zu erkennen.

Ich hatte zum Glück keine Busse. Ich habe bei der Polizei nachgefragt, was das normalerweise kostet. Mediensprecher Martin Schütz schreibt: «Grundsätzlich muss eine Parkscheibe, ein Parkzettel oder eine Parkkarte gut sichtbar angebracht sein, ansonsten droht eine Ordnungsbusse von mindestens 40 Franken.» Allerdings könnten Personen, die sich zu Unrecht gebüsst sehen, immer die Polizei-Mitarbeiter ansprechen, die eine Ordnungsbusse ausstellen.

Weiter teilt Schütz mit: «Dies gilt freilich auch in Fällen, in denen jemand seine Anwohnerparkkarte oder eine andere kantonale Parkkarte nicht (genügend sichtbar) angebracht hat. Sofern es sich nicht um ein ‹notorisches› Vergessen handelt, wird man hier in der Regel kulant sein.» Ich finde das eine gute Auskunft und habe mich gefreut.

Weniger schön ist, dass ich im Kleinbasel, wo ich wohne, regelmässig Parkierschäden habe. Ob das ein Quartierproblem ist, kann die Polizei wegen einer «statistisch grossen Dunkelziffer» nicht sagen. Der «Tatort» sei oft nicht bekannt, und viele melden die Schäden nicht. Ich gebe zu: Ich auch nicht.