Jahrzehntelang wurden Bauschutt, Haushaltskehricht und Schrott aller Art einfach verscharrt. Darüber wuchs Gras und Wald. Überall in der Schweiz war das Usus, auch im Baselbiet. Manchmal geplant und bewilligt, manchmal illegal und geduldet. Manchmal gegen Geld, manchmal einfach so. Oder als Gefallen. Man kannte sich ja. In fast allen Fällen gehört das Land, auf denen immer neue Deponien entdeckt werden, den Bürgergemeinden. Und die haben jetzt ein Problem, das wegen Abfalljäger Marco Agostini akut wird. Der Umweltaktivist hat sich zum Ziel gesetzt, noch das letzte Häufchen Zivilisationsmüll zu lokalisieren, damit dieser ordnungsgemäss entsorgt werden kann.

Das ist teuer. Kein Wunder, versuchen sich die Bürgergemeinden aus der Verantwortung zu stehlen. Mit ihrem Verbands-Präsidenten Georges Thüring haben sie auch gleich jemanden,
der nun im Landrat aktiv wird. Das Ziel dürfte sein, die Einwohnergemeinden als Verursacher zu belasten. Völlig zu Recht stellt sich die Regierung aber auf den Standpunkt, dass die Abfallbeseitigung in erster Linie von den Grundbesitzern zu bezahlen ist. Diese können dann bei den Einwohnergemeinden betteln gehen. Auch wenn lange vor Kehrichtverbrennungsanlagen und Sackgebühren oft gar nichts anderes übrig blieb, als den Dreck zu verbuddeln.

Die Altlasten der Altvorderen werden so oder so die jetzige Generation belasten. Vorwürfe fallen jedoch auf uns zurück. Denn was hinterlassen wir unseren Nachkommen? Zum Beispiel plastikverseuchte Meere.