Der Verteilkampf um Bundesgelder wird mit harten Bandagen geführt. Da reüssieren einzig jene Regionen, die engagiert und geschlossen auftreten. Regelmässig wird aber beklagt, dass die Region Basel in Bundesbern zu wenig Gewicht habe und im Wettbewerb unter den Kantonen entsprechend schlecht abschneide. Erstmals wird nun selbst innerhalb der Baselbieter Verwaltung Alarm geschlagen: Es fehlten die nötigen Ressourcen. So laufe Baselland Gefahr, in Bern nicht genügend gehört zu werden.

Die Baselbieter Regierung aber scheint davon nichts wissen zu wollen. Obwohl der Kanton gerade einen neuen Leiter für die Stabsstelle Aussenbeziehungen sucht, werden die Lobbyingbemühungen in Bern kaum verstärkt. Aus finanziellen Gründen will die Regierung keine zusätzlichen Ressourcen investieren, lässt sie durchblicken – wohlwissend, dass sich solche Investitionen um ein Vielfaches auszahlen können. Es winken Subventionen von vielen Millionen.

Während sich das Land passiv verhält, hat Basel-Stadt zwar eigens eine Lobbyistin nach Bern beordert. Vom erhofften Erfolg war bisher aber wenig zu spüren. Die Vertreter der Region müssen sich dabei vor allem an die eigene Nase fassen. So haben sich Regierung, Verwaltung und Bundesparlamentarier gar nie richtig abgesprochen. Unter dem Strich weiss die linke Hand nicht, was die rechte tut. So aber kann eine schlagkräftige Interessenvertretung nicht funktionieren. Damit kommt die Region im Ringen um Subventionen nie auf einen grünen Zweig. Der Konkurrenz aus den anderen Regionen kann das nur recht sein.