In einer Woche stimmt das Baselbiet über die Stilllegung des Läufelfingerli ab. Die Wogen schwappen über. Wie meist in letzter Zeit geht es in erster Linie ums Geld und um die «Unberechenbarkeit» der Berechnungen, was die Bus-Alternative anbelangt. Das Bähnli kostet sicher e schöne Batze. Und die Regierung dreht in ihrer Not jeden Batzen dreimal um, bevor sie ihn ausgibt. Sie ist unfreiwillig zu einem Quintett von Batzechlemmern, Chnuppesagern, Chümichnüpfern, Rappespaltern mutiert.

Klar, die Auslastung der S9 ist unbefriedigend. Aber gäbe es nicht ungeahnte Möglichkeiten, das Läufelfingerli zu füllen: Warum die Kundschaft aus den umliegenden Dörfern nicht mit Kleinbussen vors Tunnelportal transportieren und dort einen schnittigen Tunnelbahnshuttle organisieren?

Romantische nächtliche Tunnelfonduefahrten anbieten? Die Gäste dabei so lange hin und her fahren lassen, bis auch der letzte Kaffi fertig bis zum letzten Tropfen im Käse wabbert? Tunnel-Trauungen als Alternative zu den zu spärlich angebotenen Schloss-Trauungen propagieren? In Zusammenarbeit mit Baselland Tourismus das seit langem inaktive Gespenst vom Bölchen in den Hauensteintunnel transferieren und das Läufelfingerli so als einzig wahre Geisterbahn der Welt promoten?

Glänzende Ideen als wertvollstes Transportgut des menschlichen Hirns wären auch den Planern des Liestaler Bahnhofareals in Bezug auf das im Paket eingeschlossene erste Stedtli-Wolkenkratzerli zu wünschen, über dessen Schicksal ebenfalls in einer Woche abgestimmt wird. Die Ausrichtung am Rubel, der von den Schienen ins Hochhaus und ins Stedtli rollen soll, ist das eine.

Zu gönnen wäre den schwer gebeutelten Baselbietern aber in beiden Fällen, dass sie für einmal – dank filigraner Ideen – den Batze und s Weggli bekommen.