Sie sind kaum mehr wegzudenken aus dem Stadtbild, die E-Trottis, die bald an jeder Ecke stehen. Von vielen werden sie verteufelt, weil sie den Platz versperren. Ich hingegen mag sie eigentlich, wobei es eine Situation gibt, da hasse ich sie.

Beim Joggen.

Nicht, weil sie mir den Weg versperren würden auf meiner Route, und auch nicht, weil ich nicht gerne von Trotti-Fahrern überholt werde. Nein, ihre blosse Existenz nervt mich, und zwar nicht zu Beginn meiner Runde, wenn ich noch locker-flockig dahinjöggerle. Eher so auf dem letzten Viertel, auf dem Weg zurück nach Hause, zum erfrischenden Getränk, zum bequemen Stuhl, zur Dusche. Wären sie nicht da als Option, den Rückweg müsste man ja sowieso zurücklegen, also bietet sich weiterjoggen an. So aber stehen sie da und preisen ihre Dienste an, verlockend, beinahe unwiderstehlich. «Komm, steig auf, ich erlöse dich und deine schweren Beine», scheinen sie zu flüstern.

Es sind zwei Eigenschaften, die die Trottis für leidende Jogger so attraktiv machen. Erstens ist die Sünde lediglich ein Knopfdruck entfernt, weil das Smartphone ja dabei ist beim Joggen, wegen Spotify und so. Und zweitens sind sie so zahlreich, dass es beinahe ist wie bei Fernsehwerbungen, die sich mit kurzen Abständen wiederholen. Man rennt, sieht ein Trotti, rennt weiter, das nächste..., bis der Wille weichgeklopft ist und man aufsteigt.