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Ehret den Erik!

(Archivbild)

Soll geehrt werden: Erik Juillard.

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Tout Bâle gratulierte vergangene Woche Marcel Tanner. Und applaudierte Carena Schlewitt.

Während der Basler Kulturpreis der Kaserne-Intendantin immerhin 20'000 Franken in die Zügelkasse spülte, musste der langjährige Direktor des Schweizerischen Tropeninstituts als neuer «Ehrespalebärglemer» mit einer Steinplatte vorlieb nehmen. In der gleichen Woche, in welcher die Franzosen Brigitte Bardot (83) in St. Tropez ein Denkmal setzten, wurde der Malaria-Professor somit ein weiteres Opfer der baslerischen Tradition, verdiente Mitmenschen möglichst ohne Kostenfolge zu ehren.

Diese hatte dereinst der Kleinbasler Eisenwarenhändler Beck-Bartenbach begründet, als er dem ersten Träger des «Johann-Peter Hebel-Preises» einen wohl unverkäuflichen Besteck-Restposten überreichte. Das Modell wurde später vom Präsidialdepartement verfeinert, indem sein «Prix Schappo» den Geehrten immerhin einen feuchten Händedruck des Regierungspräsidenten eintrug. Ähnlich dotiert wurden in der Folge unzählige Auszeichnungen wie der «Ehresantihanslemer», der «Bumperniggel»- oder der «Chirsipläffer»-Preis der UBS, der «Basler Stern», der «Bebbi-Bryys» der Bürgergemeinde oder der «Anerkennungspreis» der Vereinigung für eine starke Region.

Weniger stark erscheint deren Reservoir an valablen Preisträgern, so dass auf den Jury-Shortlisten immer wieder die selben Namen auftauchen. So machten in den letzten Jahren nicht nur Marcel Tanner, sondern auch Erik G.C. Juillard am Ehrenspalenberg und bei den Basler Sternen das Rennen. Der Basel Tattoo-Produzent erwies sich dieser Doppel-Ehrung aber auch als würdig, indem er vergangene Woche seiner Stadt eine Trommelakademie schenkte.

Nun wartet tout Bâle darauf, dass ihn die Fasnachtsgesellschaft Alti Richtig (ARI) dafür mit dem «1. Basler Ehrekibel» auszeichnet.

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