Es gibt gute Gründe, für das Basler Ozeanium zu sein. Der Zolli schafft sich damit ein Familienausflugsziel, das in den kalten Monaten wohl weitum jegliche Konkurrenz nass macht. Selbst wenn Tierschützer behaupten, es brauche keine Tiere zur Naturschutzaufklärung: Eine echte Begegnung berührt mehr als ein Touchscreen. Die Sensibilisierung für das Tier ist eines der erklärten Ziele des Zolli, der in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht hat.

Sich jetzt aber gleich in Dankbarkeit zu ergehen, bloss weil der Zolli den Tourismus ankurbelt, ist falsch. Der Zolli ist nicht nur Wohltäter. Der Staat kommt ihm grosszügig entgegen: Total 50 Franken pro Jahr verlangt Basel-Stadt für das Baurecht. Der Preis orientiere sich an den bisherigen Verträgen mit dem Zolli. Das ist derart fern jeglicher Marktrealität, dass der Steuerzahler dafür durchaus eine Gegenleistung erwarten darf.

Das gilt es vor allem im Zuge zukünftiger Stadtentwicklung im Auge zu behalten. Mit dem Baurechtszins verfügt der Staat über einen starken Hebel, der durch die aktuellen Boden-Zukäufe noch an Kraft gewinnt. Wird die Forderung laut, damit im Klybeck, Rosental oder Lysbüchel auch den genossenschaftlichen Wohnungsbau zu fördern, hat die Regierung wenig Gegenargumente in der Hand. Schliesslich ist die Wohnungsnot noch viel dringender als die Förderung des Tourismus.