Kommentar

Eine Frage der Transparenz

Im Erlenmatt-Quartier herrscht seit zwei Jahren Baustillstand.

Im Erlenmatt-Quartier herrscht seit zwei Jahren Baustillstand.

Der Neubau des Biozentrums wird um ein Vielfaches teurer als erwartet, die Freizeitfläche im Erlenmatt-Quartier liegt seit Jahren brach, obwohl der Baukredit genehmigt wurde. Gleich mehrere Grossprojekte des Kantons Basel-Stadt verzögern sich um Jahre. Das wirft kein gutes Licht auf das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD). Zusätzlich ist der Kanton stark gefordert durch noch grössere Projekte wie das Herzstück und Osttangente. Dazu kommen riesige Transformationsflächen wie das Klybeck oder das Lysbüchel-Areal.

Fachlich scheint das Departement bestens ausgerüstet zu sein. Planung und Projektierung laufen reibungslos und professionell ab. Warum funktioniert anschliessend aber die Umsetzung der Vorhaben nicht? Warum können die oftmals sportlichen Zeitpläne nicht eingehalten werden? Liegt dies an der zu grossen Anzahl Projekte, die sich das Departement aufhalst? Oder an einer fehlenden Priorisierung? Von aussen sind diese Fragen kaum zu beantworten.

Auf jeden Fall hapert es an der Kommunikation. Das Departement vermeldet selbst unvermeidbare Verzögerungen nicht aktiv. Derzeit werden sowohl die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rats als auch Medienschaffende mit Floskeln abgespeist. Hier muss mehr Transparenz an den Tag gelegt werden – sofern man auch in Zukunft Politik und Bevölkerung von Grossprojekten überzeugen will, die den Kanton attraktiver machen sollen.

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