Kommentar

Eine Frucht offener Grenzen

(Symbolbild)

Der Milliarden-Topf: Kann die Uni Basel an die EU-Fördermittel gelangen?

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Die Uni Basel steht vor einem Quantensprung. Gelingt es ihr, zusammen mit den oberrheinischen Universitäten an den eine Milliarde schweren Fördertopf der Europäischen Union zu gelangen, wäre das Dreiland auf einen Schlag ein grosses Zentrum der Quantentechnologie. Eine Wissenschaft, die als das nächste grosse Ding bezeichnet wird. Die Region Basel könnte den nächsten Wachstums- und Wohlstandsschub erleben, dem Beispiel der Life Sciences folgend, die das ausgelöst haben. Möglich gemacht haben eine solche Zusammenarbeit zwei regionaltypische Spezialitäten: offene Grenzen und offener Geist.

Allerdings ist das Eis dünn. Das Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative hatte die sofortige Sistierung von EU-Fördermitteln für Forschungsprojekte mit Schweizer Beteiligung zur Folge. Mittlerweile fliesst wieder Geld, doch nur weil Brüssel die Umsetzung des Volksbegehrens derzeit als einigermassen akzeptabel erachtet. Spätestens wenn die Initiative zur Abschaffung der Personenfreizügigkeit angenommen werden sollte, wird die universitäre Forschung in der Schweiz ohne Anschluss an Europa dastehen.

Theoretisch würde das Projekt der oberrheinischen Unis zwar nicht unter den Bann fallen, weil sie staatsfern kooperieren, doch praktisch würden die beiden EU-Schwergewichte Frankreich und Deutschland die Uni Basel ganz sicher vom Honigtopf vertreiben wollen. Das kann nicht im Interesse der Region sein. Und schon gar nicht in jenem der Uni-Sparapostel. 

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