Persönlich

Es wird unheimlich

(Symbolbild)

Sonmmerliche Temperaturen mitten im Herbst: Langsam wir es unheimlich.

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Wärme und Trockenheit herrschen seit Frühling. Die jetzigen Temperaturen, selbst in den Höhen, sind für den Herbst ausserordentlich. Obwohl ich dieses Wetter sehr mag, frage ich mich allmählich: Wie lange noch? Es wird unheimlich.

Die vergangenen zwei Wochen hatte ich Ferien, genoss die Zeit auf Balkonien. Wir arbeiteten im Garten und machten ihn wintertauglich, wir unternahmen Tagesausflüge und leisteten uns ein verlängertes Wochenende im Bündnerland.

Ich schwitze im Garten, auf Wanderungen, Biketouren und beim Joggen fast wie im Sommer. Ich weiss gar nicht mehr, seit wann ich bloss in kurzen Tenues draussen Sport treibe. Lange Dresses sind mir fast fremd. Sogar auf mehr als 2000 Metern über Meer ist es derzeit in Shorts und
T-Shirt ganz angenehm.

Überrascht bin ich angesichts des heissen und trockenen Sommers, dass das Laub an den Bäumen und die Nadeln der Lärchen immer noch in Fülle hängen und noch gar nicht so bunt sind, wie ich das erwartet hätte. Besorgt bin ich hingegen, wie von den Laubbäumen vor allem die Buchen unter den jetzigen Witterungsbedingungen leiden. Zuerst schlug ich Aussagen von Fachleuten in den Wind, es würde vermehrt Astabbrüche geben. Bis ich dies mit eigenen Augen gesehen habe. Über zehn Zentimeter dicke Äste knallen ohne Windeinfluss einfach zu Boden. Wahnsinn.

Trotzdem jogge und laufe ich durch meine geliebten Wälder, zwar ein wenig vorsichtiger als üblich. Hin und wieder richte ich meinen Kopf nach oben und rätsle, ob dieser Buchenast wohl noch intakt ist. Aber den Kopf ziehe ich trotzdem nicht ein. Und das Helmobligatorium für Jogger im Wald gibts zum Glück auch noch nicht.

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