Parkplätze sind in Basel ja per se eine Seltenheit. So jedenfalls der Tenor in den bz-Kommentarspalten. Ich muss zugeben, dass ich diese Ansicht jeweils für etwas übertrieben hielt. Bis zu dem Moment, als ich ins Iselin-Quartier zog.

Plötzlich musste ich schmerzlich feststellen: Parkfelder sind hier tatsächlich Mangelware. Entweder sie sind wahnsinnig klein oder sie liegen an einer befahrenen Strasse, wo ich sämtliche Autofahrer und Trams blockiere, wenn ich hin- und herzirkeln muss.

Ab und zu aber, da geht es nicht anders und ich steige aufs Auto um. Aus pragmatischen Gründen, versteht sich, damit ich das Fahren nicht verlerne. Schliesslich hat mich die Erlangung des Autobilletts Tausende Franken und noch mehr Nerven gekostet. Im dritten Anlauf habe ich dann doch noch bestanden.

Doch das Trauma bleibt bis heute: Entspannen kann ich mich nicht, wenn ich hinter dem Steuer sitze. Die Hände werden schwitzig, der Nacken starr und die Humorlosigkeit steigt auf ein Höchstniveau. Meist vermeide ich das Autofahren deswegen einfach.

Ausser an jenem Donnerstagabend im Spätherbst. Spätabends irre ich durchs Bruderholzquartier, weit und breit ist kein Tram in Sicht. Innerlich triumphiere ich bereits. Endlich kann ich wieder Fahrpraxis sammeln! Souverän schnappe ich mir ein Mietauto und fahre nach Hause. Alles klappt problemlos. Doch dann der Schock: Wo soll ich das Auto nun deponieren?

Ich fahre und fahre. Und mit jeder Minute steigt nicht nur meine Überforderung, sondern auch der Preis. Es bleibt nur die Möglichkeit, das Auto im St. Johann zu parken und mit dem öV zurückzufahren. Das Fazit: eine verschmutzte Umwelt, ein leeres Portemonnaie und ein Nervenzusammenbruch. Fast wie nach der Fahrstunde!