Die Geschäftszahlen 2017 zeigen: Der FC Basel ist nicht mehr jene Geldmaschine, als die er die letzten Jahre galt. Doch das ist falsch. Denn der Königstransfer der Saison, der Wechsel von Manuel Akanji für 21,5 Millionen Franken nach Dortmund, wird auf das laufende Jahr verbucht, das somit bereits jetzt einen finanziell soliden Abschluss verspricht. Die Kassen waren auch in der Ära Heusler nicht immer so voll, wie man das angesichts des von Bernhard Burgener präsentierten eher bescheidenen Gewinns verklärend meinen könnte. Fussball ist ein volatiles Geschäft. Und nicht jedes Jahr gelingt einem Salah, Embolo oder Akanji der Sprung in eine Liga mit endloser finanzieller Potenz.

Das Geschäftsergebnis hat also nichts mit dem Verlust des Meistertitels zu tun. Noch nicht. Das könnte sich rasch ändern. Dann nämlich, wenn der FC Basel sportlich länger nicht in die Spur zurückfindet. Dann sinkt der Wert der Spieler, die sich überdies nicht mehr auf grosser internationaler Bühne präsentieren können. Zudem würde der Club bald nicht mehr zu den bevorzugten Adressen jener Talente gehören, die ihre Karriere in Europa lancieren wollen. Will Burgener sich und den Seinen künftig regelmässig eine Dividende ausbezahlen, muss er schleunigst die nächste Titel-Serie anpeilen.

Doch auch diese birgt Gefahren. Nämlich die Übersättigung des Publikums. Das zeigt ein Vergleich der No-Show-Quote, also jener Jahreskarten und Ticketinhaber, die dem Match fernbleiben. Sie stieg mit jedem Meistertitel mit dem Höhepunkt in der Saison 2016/2017, als sich über 30 Prozent dieser Fans nicht blicken liessen. Kaum harzt es etwas, wie in der laufenden Saison, sinkt auch die Quote. Es ist die Krux des FCB: Sowohl Erfolg wie Misserfolg haben ihren Preis.