Eine historische Pleite. Das Abrutschen auf Platz sieben. Zwölf Punkte Rückstand auf Leader YB und damit bereits der Fakt, dass man aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden kann. All das nach sieben Runden. Der FC Basel ist am Boden. Schon wieder. Diesen Absturz nicht als solchen zu erkennen, würde komisch anmuten.

Doch genau dies tut Präsident Bernhard Burgener. Er wolle noch Meister werden. Es seien nüchtern betrachtet doch nur drei verlorene Punkte, die Niederlage nicht historisch. Und dann noch ein Vergleich dieses jüngsten Debakels mit dem 0:7 gegen Bayern München 2012.

Diese Aussagen Burgeners wirken realitätsfremd. Dabei hätte er genügend Zeit gehabt, sich eine andere Strategie zurecht zu legen. Schliesslich vermied er die Konfrontation mit den Medien am Sonntag, indem er das Stadion beim Stand von 1:5 verlies. Auch nach genügend Bedenkzeit verpasst er es nun aber zu erklären, wie es weiter gehen soll. Er verkennt die prekäre Lage. Mit dem Versprechen nach Investitionen in die Mannschaft und einer Unterstützung in Form einer erfahrenen Fachkraft für Streller hätte er ein Zeichen setzen können. Es hätte von Einsicht gezeugt. Einsicht, dass es so nicht zu einem Titel reicht und Platz zwei die neue Realität für den FCB ist.

Aber diese Einsicht kommt nicht. Stattdessen reagiert Burgener auf Nachfragen enerviert. Es scheint, als sei die Ernsthaftigkeit der Situation immerhin unterbewusst angekommen.