Zum Glück können wir das Wetter nicht machen. Sonst gäbe es gar keines mehr. Wenn man sich an einer Haltestelle mit allen Leuten über etwas unterhalten kann, dann übers Wetter. Es ist ja so vielfältig und unberechenbar. Und nie behagt es allen Menschen – logisch.

Deshalb schätze ich die vier Jahreszeiten. Für mich unvorstellbar, irgendwo zu leben, wo das Wetter jahraus, jahrein ähnlich ist. Wo man die Eigenheiten der Jahreszeiten vermisst.
Wenn die Natur im Frühling erwacht, die mächtigen Bäume im Sommer Schatten spenden, die bunten Blätter im Herbst fallen und frisch verschneite Wege im Winter zu einem Spaziergang einladen, schlägt mein Herz höher. Solche Erlebnisse sind bereichernd – vor allem, wenn man das Berufsleben drinnen verbringt.

Nun freue ich mich auf den Herbst, nicht nur der farbigen Wälder wegen, die in der Sonne noch stärker leuchten. Sondern auch wegen der saisonalen Menüs, welche die Restaurants landauf, landab anbieten.

Rehrücken nach Art des Hauses mit allem, was dazugehört; zarter Hirschpfeffer mit Spätzli und Garnitur; Hirschfilet mit Rotkraut und Marroni, Rosenkohl, Weintrauben und Spätzli; Rehgeschnetzeltes an Wildrahmsauce und Spätzli; vegetarischer Wildteller. Läuft Ihnen auch das Wasser im Mund zusammen? Doch noch nicht genug. Wie wärs mit einer frischen Kürbiscremesuppe oder einem Nüsslisalat mit allem Drum und Dran zum Einstieg und mit Vermicelles oder Zwetschgensorbet zum Dessert? E Guete!