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Hier könnten die USA Vorbild sein

Sm'Aesch Pfeffingen. (Archiv)

Sm'Aesch Pfeffingen. (Archiv)

Baselbieterinnen und Baselbieter sind so sportlich wie nie zuvor. Freudig hat Sportministerin Monica Gschwind die Ergebnisse der jüngsten Sport-Erhebung verkündet. Die bz berichtete gestern darüber. Stolze 85 Prozent der Bevölkerung treiben regelmässig Sport.

Auf Anerkennung stossen die Veranstaltungs- und Kursangebote des Sportamts: Sportinfrastruktur und Unterstützung durch Kanton und Gemeinden werden als gut eingestuft. Die Kehrseite dieses eigentlichen Sportbooms ist, dass insbesondere Individualsportarten wie Wandern und Velofahren davon profitieren –eine eindeutige Folge der nach wie vor rollenden Fitnesswelle.

Zahlreiche Vereine, und hier insbesondere jene der klassischen Teamsportarten, kämpfen dagegen mit existenziellen Problemen. Zu den am häufigsten gehörten Sorgen sind ein notorischer Mangel an motivierten Coaches und Funktionären sowie immer komplexere administrative Ansprüche. Und mit Ausnahme des Fussballs zuweilen auch ausbleibender Nachwuchs.

Obschon bei Vereinstraditionalisten verpönt, lohnt sich ein Blick auf die USA. Dort ist der Teamsport auf Nachwuchsstufe fast ausschliesslich Sache der Schulen. Unterricht und Trainings werden zeitlich optimal abgestimmt. Sportlehrerinnen und -lehrer sind gleichzeitig Teamchefs und somit bezahlte Profis. Spiele der Schulteams finden oft vor Hunderten von Fans, Schülern und Eltern statt. Es wäre mehr als nur einen Gedanken wert, ob ein solches System nicht auch bei uns zukunftsträchtig sein könnte.

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