Nein! Ihr dürft mich nicht in aller Herrgottsfrüh aus dem Bett jagen. Keine Chance, die Stadtreinigung ist neuerdings so unmenschlich und verlangt von den Baslern, den Bebbi-Sack erst «am Morgen des Abfuhrtages» auf die Strasse zu stellen. Ja, so steht es auf dem Abfuhrplan 2018. Da steht Sack – mit ck! Auf dem daneben abgebildeten «Sagg» steht es richtig. Doch das ist nur eines von mehreren Problemen, an denen auch das Daumen-Hoch-Zeichen nichts ändert.

Und wenn wir schon dabei sind: Selbst das Stadtreinigungsteam ist mit Emojis dargestellt, wobei es sich um zwei Männer und eine Frau handelt, die lachen. Sie haben sich wohl schon ans frühe Aufstehen gewöhnt – anders als ihre Klientel, die künftig den Wecker stellen muss (der ist auch abgebildet). Liegt es am näher kommenden Wolf, der nachts jene Säcke und Segg aufreissen könnte, die schon draussen stehen? Wird man gebüsst, wenn man das weiterhin macht, um nicht um 6 Uhr aufstehen zu müssen, wenn 7 Uhr reicht?

Ich suche Antworten, finde aber nur den Hinweis, dass Basel «ein bisschen lebenswerter» wird, wenn dessen Bewohner das Emoji-Team bei seiner Arbeit unterstützen. Ergo, das Stinkdings erst morgens rausstellen. Aber dann, Lesebrille sei Dank, kommt sie doch noch, die Erlösung! In kleinen Buchstaben und ohne Figürchen steht sie versteckt in weisser Schrift auf orangefarbigem Papier geschrieben: «Bitte das Abfuhrgut frühestens am Vorabend nach 19 Uhr oder am Abfuhrtag bis spätestens 7 Uhr bei jedem Wetter gut sichtbar am Strassenrand bereitstellen. Unzeitige Bereitstellung wird mit CHF 50.- gebüsst.» Selten hat mich eine Bussenandrohung so gefreut.