Der Baselbieter SP-Ständerat kommt in der lange angekündigten Machbarkeitsstudie zum Standort Aesch Nord vor, diese steht kurz vor der Publikation. Sie scheint eine eigentliche PR-Broschüre geworden zu sein für das erträumte «Aesch 2022»: Neben Janiak machen in der Studie weitere Bundespolitiker Werbung für den Anlass, etwa Elisabeth Schneider-Schneiter und Thomas de Courten – und viele weitere klingende Namen, darunter auch Nicht-Politiker.

Wenn nun der Basellandschaftliche Kantonalschwingerverband endlich von seiner Linie abweicht, könnte er die Akzeptanz des Anlasses in Aesch Nord tatsächlich erhöhen. Das bisherige Rezept taugt jedoch nicht. Es hiess: Gegen aussen mauern, gegen innen weibeln. Betroffene ignorieren und gleichzeitig Entscheidungsträger umschwärmen. Seit Wochen, ja Monaten schon. Die Kritiker hat das in ihrer Fundamentalopposition eher noch gestärkt. Sogar Kreise, die dem Schwingen nahe stehen, haben sich gegen den Grossanlass ausgesprochen, der in knapp sechs Jahren steigen soll. Etwa die SVP Aesch.

Bisher gleichen die Verantwortlichen des Kantonalverbands in ihrem Verhalten dem Hauptpreis, den es bei «Eidgenössischen» zu gewinnen gibt: Sie sind stur wie ein Muni. Mit der Machbarkeitsstudie scheint sich das nun zu ändern. Der Muni wagt sich wohl endlich aus dem Stall. Gut so!