Die Fondation Beyeler ist bereits heute das beliebteste Museum der Schweiz. Dafür sprechen die Besucherzahlen. 200 000 Menschen haben die laufende Monet-Schau bis gestern Abend besucht. Braucht es da noch mehr? Ja, sagt Sam Keller, Direktor der Fondation. Die Sammlung wächst und soll nicht in einem Lager verstauben. Mit mehr Veranstaltungen, Konzerten, Podien, Vernissagen, Partys wird ein erweitertes, auch jüngeres Publikum angesprochen.

Diese konzeptuelle Weiterentwicklung braucht geeigneten Raum. Damit folgt die Stiftung einer zeitgemässen Strategie für das Museum des 21. Jahrhunderts. Es ist nicht mehr bloss Archiv- und Ausstellungsraum. Hier sollen sich auch Menschen aufhalten, die vielleicht mit Kunst gar nicht so viel am Hut haben, sondern das Ambiente lieben. Dafür erhält Riehen eine spektakuläre Parkerweiterung samt Seerosenteich.

Man wolle nicht noch mehr Publikum anziehen, sondern die Qualität des Erlebnisses steigern, sagt Keller. Er kann aber sicher sein: Wenn die erweiterte Anlage 2021/22 öffnet, wird die Kunstwelt erst recht in das schmucke Dorf strömen. Architekt Zumthor hat für Riehen ein Ensemble entworfen, das zu einer Architektur-Ikone werden wird.

Das Tram 6 muss vielleicht doch die Frequenz erhöhen. Und die Stiftung muss die fehlenden 40 Millionen Franken noch zusammenbekommen. Die Verantwortlichen zeigen sich aber betont locker in dieser Frage.

Schon eine verrückte, erstaunliche Erfolgsgeschichte, die 1945 im kleinen Antiquariat Schloss in Basel ihren Anfang nahm. Ernst Beyeler begann dort eines Tages, ein paar Bilder auszustellen.