Elba-Planung

Milliarden stehen auf dem Spiel

Der Kanton will die Agglo-Gemeinden bei der Elba-Planung stärker einbeziehen. (Archiv)

Der Kanton will die Agglo-Gemeinden bei der Elba-Planung stärker einbeziehen. (Archiv)

Baselland will die Gemeinden bei der Elba-Planung stärker einbeziehen. Das Eingehen auf Partikular-Interessen ist dem Kanton bisher teuer zu stehen gekommen.

Die Forderung ist berechtigt: Der Kanton soll die Gemeinden stärker einbeziehen, wenn er auf deren Territorien neue Trassen für Strasse und Schiene bauen will. Genau das hat der Kanton im Rahmen der Elba-Planungen vor.

Doch so einfach sind die Dinge nicht gelagert. Die kantonale Bau- und Umweltschutzdirektion hat in den letzten Jahren eher schlechte Erfahrungen gemacht mit Bauprojekten, bei denen Gemeinden die Finger im Spiel hatten. So wie jüngst in Allschwil. In der Baslerstrasse – eine Kantonsstrasse – zerbröseln die Tramschienen. Schon lange plante der Kanton eine Sanierung der Strasse inklusive Geleise. Doch das Vorhaben wurde immer wieder verzögert. So wollten Ortsparteien nicht hinnehmen, dass ein paar Parkplätze verschwinden. Ende 2015 drohten die Basler Verkehrs-Betriebe, die Trams vor Allschwil zu wenden.

Nun berappt der Kanton eine Notsanierung der maroden Geleise – nur, um sie später wieder herausreissen zu müssen: Die definitive Neugestaltung der Baslerstrasse beginnt frühestens 2018. Auch in Reinach waren sich Kanton und Gemeinde nicht einig bei der Gestaltung der neuen Hauptstrasse. Auch dort mussten Tramgeleise zweimal ersetzt werden. Und auch in Reinach gaben Parkplätze zu reden.

Die Gemeinden sind einzubeziehen in die Elba-Planungen. Das schon. Es darf aber nicht sein, dass Partikular-Interessen die Pläne schon im Anfangsstadium über den Haufen werfen. Teure Verzögerungen kann sich der klamme Landkanton keine mehr leisten. Schon gar nicht bei einer Milliarden-Entwicklungsplanung wie Elba.

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