Ich hätte während meines Studiums Facebook erfinden können und wäre heute Milliardär. Das gilt allerdings nicht nur für mich, sondern auch für Sie. Doch weder Sie noch ich sind damals auf die Idee gekommen, dass ein soziales Netzwerk das nächste Millionen-Ding sein könnte. Das zeigt, dass es einen ziemlich cleveren Menschen dafür brauchte. Aber keine Angst, ich habe eine einfachere Alternative, die zwar nicht Milliarden, aber vielleicht ein paar Milliönchen bringen kann. Und zwar Kinderspielzeug.

Denn Kinderspielzeug funktioniert wesentlich einfacher. Zwei Beispiele weltweiter Verkaufsschlager: Nummer 1 heisst «Hatchimals». Das sind kleine Plastikfigürchen, die in einem ausgeklügelten Plastik-Ei daherkommen. Dieses Ei lässt sich erst öffnen, nachdem das Kind minutenlang mit den Fingern daran gerieben hat. Und das Figürchen, das in der Herstellung wenige Rappen kostet, durch den grossen Aufwand des Reibens oder «Ausbrütens» (englisch «to hatch») ins Herz geschlossen haben, ehe sie es zu Gesicht bekommen. Entsprechend teuer sind die «Hatchimals».

Beispiel Nummer 2 heisst «ZtringZ» und ist nichts anderes als ein halber Meter Schnur, mit dem sich mit den Fingern lustige Figuren zaubern lassen. «Fädelispiel» haben wir das früher genannt, als es noch mit normaler Schnur gespielt wurde. Die Millionen-Idee des Erfinders war nun, die Schnur einzufärben und damit auf Youtube entsprechende Videos zu publizieren für immer neue Figuren. Die Kinder lieben es und die Eltern kaufen es, für 7.90 Franken.

Nun sind Sie dran: Was gäbe es noch, um Kindern ein Billig-Produkt so schmackhaft zu machen, dass sie es unbedingt wollen? Wenn Sie die Millionen-Idee haben, dann setzen Sie sie um. Oder schreiben Sie mir.