Zuerst sind wir erschrocken. Um Himmelswillen, was hat die Verwaltung wieder einmal für einen Papierwust produziert. Und tatsächlich ist vieles in diesem Papierberg relativ bekannt, na ja. Die BAK Basel, im Bereich der Regional- und Industriestudien ein alter Profi, hatte bei der Grundlagenerarbeitung buchstäblich ein Heimspiel.

Doch die Aufarbeitung der Daten einer Wirtschaftsregion und die gebotene Gesamtschau eignen sich durchaus als Nachschlagewerk und Argumentarium für die Region Basel. Nachdem die Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz nach 35 Jahren das Erscheinen eingestellt hat, schadet es nichts, wenn eine neue Publikation die Lücke füllt. Auch wenn sich die beiden Publikationen nicht direkt vergleichen lassen.

Offenbar haben sich da einige Menschen zusammengesetzt und über Themen gebrütet, die schon lange eine Vertiefung verdienen: die Kantonsgrenzen überschreitende Standortförderung einerseits und die Ansätze einer konsistenten Industriepolitik andererseits. Die wichtigste Aussage des 80-seitigen Berichts ist, dass sich die beiden verantwortlichen Regierungsräte an den Taten messen lassen wollen. Oder einfacher gesagt: Der Erfolg soll gemessen werden.

Diese Verheissung nehmen wir gerne an. Es freut uns auch, dass bereits zum wiederholten Mal – nach der Spitalkooperation und der erfolgreichen Bewerbung für einen Standort des Schweizerischen Innovationsparks – eine weitere bikantonale «Kiste» gezimmert wird.