Rassismus-Reflex

Polizeiliches Profiling ist richtig

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Ist Racial-Profiling rassistisch?

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Racial Profiling klingt erst mal: rassistisch. Nach einer Ungleichbehandlung, die ein fortschrittliches Land wie die Schweiz längst überwunden haben sollte. Was die Ungleichbehandlung zwischen Dunkelhäutigen und Weissen angeht, lohnt es sich eigentlich nie zu diskutieren. Unabhängig von der Hautfarbe und Herkunft muss der Staat sicherstellen, dass die Chancengleichheit gewährleistet wird. In der Schule, bei der ärztlichen Versorgung, vor Gericht.

Schnell ist daher der Rassismus-Reflex da, wenn es um Racial Profiling geht. Auch Ihre Sympathien waren gewiss klar verteilt im Fall, den die bz beschrieben hat. Hier die fremdenfeindliche Polizei, da ein Mann mit Zivilcourage, der sich für das hilflose Opfer einsetzt. So unerhört klingt Racial Profiling, dass sich auch die Basler Polizei seit Jahren davon distanziert.

Nur: Das zu glauben fällt schwer. Denn die Polizei würde ihren Job schlicht nicht machen, wenn sie kein «Profiling» machte. Wenn sie Menschen auf den Tatbestand «illegale Immigration» untersucht, dann muss sie doch bitte nicht irgendwelche 90-Jährigen im Altersheim nach den Ausweisen befragen. Ebenso soll sie sich beim Nachweis von Drogendelikten auf uns Junge und nicht auf die Rentner konzentrieren. Und wenn sie Alkoholkontrollen macht, dann sollen die Nachteulen häufiger ins Röhrchen blasen müssen als die, die mittags vom Einkaufen kommen. Profiling hat letztlich also nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit dem umsichtigen Umgang mit den Ressourcen – und unseren Steuergeldern.

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