Mein Leben im Dreiland

Racing Strasbourg und SC Freiburg kämpfen gegen den Abstieg

Mit dem 3:3 gegen Marseille platzte bei Racing Strasbourg (in blau) Mitte Oktober der Knoten. Sogar Paris Saint-Germain musste sich geschlagen geben.

Mit dem 3:3 gegen Marseille platzte bei Racing Strasbourg (in blau) Mitte Oktober der Knoten. Sogar Paris Saint-Germain musste sich geschlagen geben.

Erstmals seit langem spielt das ganze Fussball-Dreiland wieder erstklassig. Kommt die Spannung beim FCB vom Kampf um den Titel, geht es beim SC Freiburg und Racing Strasbourg darum, ob sie trotz kleinem Budget den Abstieg verhindern können.

Wer Fan des SC Freiburg ist, muss leiden. Seit anderthalb Jahren spielt der SC wieder erstklassig und zu Beginn dieser Saison war es mal wieder eine Achterbahn der Gefühle. Zwischenzeitlich stand der Club in der 1. Bundesliga auf einem Abstiegsplatz, bevor es wieder aufwärts ging und er aus den letzten fünf Punktspielen vor der kurzen Winterpause elf Punkte holte. Vor dem Auswärtsspiel am Samstag in Frankfurt liegt er auf Rang 13. Gebannt ist die Abstiegsgefahr damit aber noch lange nicht.

Die aktuelle Bundesligatabelle vor dem Rückrundenstart am 12. Januar 2018. Freiburg ist auf Platz 13.

Die aktuelle Bundesligatabelle vor dem Rückrundenstart am 12. Januar 2018. Freiburg ist auf Platz 13.

  

Einen schwierigen Start hat auch Racing Strasbourg gehabt. Der Traditionsverein spielt erstmals seit dem Konkurs 2011 wieder erstklassig. Aus den ersten sieben Pflichtspielen holte er lediglich vier Punkte. Ein 3:3 gegen den Spitzenclub Olympique Marseille brachte dann Mitte Oktober den Durchbruch. Danach hat Racing nicht alles, aber vieles gewonnnen. Dabei war ein Sieg gegen den unangefochtenen Leader Paris Saint-Germain. Vor dem Spiel Freitag gegen Guingamp ist Racing als Elfter sechs Punkte vom Abstiegsplatz entfernt.

Die aktuelle Tabelle der Ligue 1 vor dem Rückrundenstart am 12. Januar 2018.

Die aktuelle Tabelle der Ligue 1 vor dem Rückrundenstart am 12. Januar 2018.

    

Ob das Dreiland mit den beiden Clubs und dem FCB auch in der nächsten Saison im Fussball erstklassig unterwegs ist, steht in den Sternen. Racing und der SC spielen beide gegen den Abstieg. Der Hauptgrund dafür ist das im Vergleich zu den Konkurrenten bescheidene Budget. Mit 30 Millionen Euro für die Saison befindet sich Racing unter den fünf Clubs der Ligue 1, die am wenigsten Geld zur Verfügung haben. Ähnlich sieht das in Freiburg aus. Regelmässig werden dem SC die besten Spieler der Saison von den reicheren Clubs weggekauft. Zuletzt waren das Vincenzo Grifo und Maximilian Philipp, die für über 25 Millionen Euro zu Mönchengladbach und Dortmund wechselten.

Wie in Basel beim FCB hat sich in Freiburg und Strassburg eine herausragende Fankultur entwickelt. Das Schwarzwald-Stadion des SC ist regelmässig ausverkauft und das Stade de la Meinau von Racing belegt bei der Auslastung Rang zwei der Ligue 1. Das Problem ist, dass beide Stadien zu klein sind. Erkannt haben das beide Vereine. So erhält der SC bis 2020 ein neues Stadion mit 34 700 statt bisher 24 000 Plätzen. Ausbauen will auch Racing. Die Meinau soll bis 2022 um 7000 Plätze erweitert werden. Damit steigen die Einnahmen und die Chancen, weiter erstklassig zu spielen – wenn man nur vorher nicht wieder abgestiegen ist.

Autor

Peter Schenk

Peter Schenk

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