Kommentar

Ruhe im Kanton Basel-Stadt

v.l.n.r. Sutter (SP) übernimmt das WSU, Eymann (LDP) kriegt das Sicherheitsdepartement und Keller (GLP) wird Baudirektorin.

v.l.n.r. Sutter (SP) übernimmt das WSU, Eymann (LDP) kriegt das Sicherheitsdepartement und Keller (GLP) wird Baudirektorin.

Auf den ersten Blick verspricht die Basler Departementsverteilung wenig Spannung. Es war zu erwarten, dass die Genossen das Wirtschafts- und Sozialdepartement nicht hergeben und stattdessen Esther Keller das Bau- und Verkehrsdepartement andienen. Dort soll sie nach dem Willen der Linken ihre grüne und nicht allzu sehr ihre wirtschaftsliberale Seite spielen lassen.

Damit wird die Verwaltung künftig mindestens rot-hellgrün geführt. Welche Antworten die neue Konstellation auf die departementsübergreifenden Fragen geben kann, muss sich noch weisen. Noch ist insbesondere das Profil von GLP-Frau Keller dafür zu unscharf.

Bemerkenswert sind gleichwohl zwei Dinge: zum einen das Tempo, das die neue Regierung beim Postenschacher an den Tag legte. Nur zwei Tage nach dem Wahlsonntag haben sich die sieben Magistraten gefunden. Dies führt direkt zum anderen Punkt, dem Konsens. Es deutet alles darauf hin, dass diese junge und vor allem unerfahrene Regierung ihre jeweiligen persönlichen Interessen in den Hintergrund stellt und stattdessen Basel in eine ruhige Zukunft leiten will.

Vor allem den amtsältesten Lukas Engelberger (CVP) und Conradin Cramer (LDP) ist es anzurechnen, dass sie ihre Departemente behalten. Sie tragen damit zur Stabilisierung eines Kantons mit neuen Mehrheitsverhältnissen in unsicheren Zeiten bei.

Mehr noch: Jeder und jede der Sieben bringt einen eigenen Rucksack mit in seinem Fachgebiet. Nach einem teils hart geführten Wahlkampf sind das positive Signale.

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