Kürzlich fuhr ich mit Drämmli und Bus kreuz und quer durch Basel. Der Grund: Shoppen. Es handelte sich (leider) nicht um einen Kleiderkaufrausch, sondern ich musste Einkäufe für die Arbeit tätigen. Seit ich mein Praktikum in Liestal absolviere, tingle ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durchs Baselbiet und manchmal eben auch durch Basel. Als Zürcherin war ich zwar schon zuvor in der Stadt am Rheinknie, muss aber mangelnde Quartierkenntnisse eingestehen. Beim Umsteigen am Spalentor – daran fuhr ich bisher nur vorbei – konnte ich nur knapp den Drang unterdrücken, möglichst unauffällig ein Tourifoto zu machen.

Im Vorfeld hatte ich mir eine Route zurechtgelegt, damit das halbwegs effizient über die Bühne gehen konnte. Doch schliesslich retteten mich zwei Dinge: erstens die SBB-App, die mir Tram- und Busverbindungen von einem Zwischenstopp zum nächsten angab. Zweitens, und fast noch wichtiger: der Standortdienst meines Tablets. Sonst kein Fan von GPS-Ortung, fand ich via Google Maps die letzten Meter bis zum Zielort. Mein einziger Gegner war der rasant schwindende Akku. Als noch zwei Adressen auf der Liste anzusteuern waren, ward mir bang, ob es noch reichen würde.

Wenn Sie in den letzten Tagen eine Person erblickten, die sich neugierig umsah, das Tablet wie ein Schutzschild vor sich hielt und zwischendurch beinahe vom Tram überfahren wurde (Letzteres ist eine Familientradition): Dann war das sicher ich. Nach meiner kleinen Reise wage ich die kühne These, dass ich nun die wichtigsten Ecken der Stadt kenne. Ich habe bunte, gemütliche, begrünte und schicke Ecken entdeckt, die ich gerne wieder aufsuche.