Der Nachtragskredit zur Kostenüberschreitung, die sich die Gemeinde Sissach bei der Sanierung der Kunsteisbahn und beim Neubau der Eishalle eingehandelt hat, steht zwar noch aus. Der Bericht der Geschäftsprüfungskommission bringt aber Licht ins Dunkel. Auch hat der Gemeinderat in seinen Antworten auf einen Fragenkatalog dreier Stimmbürger für einiges an Klarheit gesorgt.

Fest steht: Die Sissacher Exekutive vertraute dem Generalplaner blind und gewährte ihm zu grosse Freiheiten. Dieser prüfte die Ausschreibungen und Angebote und machte auch die Kostenkontrolle selber, die er der Gemeinde regelmässig liefern sollte. Mit der Kontrollfunktion hätte eine andere Partei betraut werden müssen. Als die Kosten aus dem Ruder liefen, wurden offenbar die Termine nicht mehr eingehalten.

Der Generalplaner muss sich einige Vorwürfe gefallen lassen. Bei seinem Auftritt an der Gemeindeversammlung im Oktober 2015 präsentierte er sich als erfahrener Fachmann, der den Eindruck vermittelte, die bestehende Bausubstanz genauestens zu kennen und das Projekt voll im Griff zu haben. Heute wissen wir es besser. Doch die politische Verantwortung trägt der Gemeinderat. Er hat an Vertrauen verloren, wie Voten aus der Gemeindeversammlung unschwer erkennen lassen; primär Gemeindepräsident Peter Buser, der als Baukommissionspräsident in dieser Causa die Fäden eisern in seinen Händen hält. Gut möglich, dass die Quittung für das Kostendebakel an den Gesamterneuerungswahlen im kommenden Februar folgt.