«Was muss ich mir unter einem Darmkrebszentrum vorstellen?»

Unter dem Dach eines Darmkrebszentrums (DKZ) sind sämtliche Spezialisten, die zur Behandlung eines Darmkrebses benötigt werden, vereint. Diese enge Zusammenarbeit über alle Bereiche ermöglicht uns eine rasche Diagnosestellung, Therapieplanung und – das ist uns besonders wichtig – auch eine enge und persönliche Betreuung der Patienten sowie Angehörigen in dieser Ausnahmesituation. Danach beginnt die eigentliche Behandlung und Nachbetreuung durch uns.

«Die Diagnose Darmkrebs hat existenzielle Ängste bei mir ausgelöst. Wie können Sie mir da helfen?»

Wir sind im DKZ sehr gut organisiert. Lange Wartezeiten für Untersuchungen bis hin zur endgültigen Klarheit fallen weg. Basierend auf allen Befunden können wir die medizinischen Fakten rasch mit allen Beteiligten besprechen. Doch die Diagnose Krebs sowie dessen Behandlung löst natürlich Ängste und Veränderungen jenseits der medizinischen Fakten aus und werden oft als lebensbedrohlich erlebt. Hier hilft unsere Psychoonkologin weiter. Sie ist eine auf Krebserkrankungen spezialisierte Psychotherapeutin, die von Anfang an Patienten und Angehörige begleitet.

«Bekomme ich bei Darmkrebs immer einen künstlichen Darmausgang?»

Nein, im Gegenteil. Wir im Darmkrebszentrum versuchen, wenn immer möglich, durch schonende OP-Methoden auf einen künstlichen Ausgang zu verzichten. Lediglich bei Krebs nahe des Afters ist manchmal ein Ausgang notwendig, wobei oft nur für wenige Wochen.

«Was ist denn eine Tumorkonferenz?»

Die Tumorkonferenz bildet den Mittelpunkt des DKZ. Wöchentlich treffen sich alle Spezialisten, um anhand sämtlicher Befunde für jeden Patienten eine individuelle, massgeschneiderte Therapie zu entwickeln. Dabei fliessen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus allen Fachbereichen kontinuierlich mit ein.

«In unserer Familie gibt es Darmkrebs. Was müssen wir beachten?»

Wir testen alle Krebsproben grundsätzlich auf genetische Ursachen. So können wir auch das familiäre Umfeld beraten und vermeiden, dass ein Darmkrebs voran- schreitet, der durch Vorsorgemassnah- men verhindert werden könnte.