Spital Laufen

Webers Kniefall vor dem Laufental

(Archivbild)

«Mit den weitreichenden Zugeständnissen ans Spital Laufen hat sich Thomas Weber nicht weniger als die Zustimmung eines ganzen Bezirks gesichert.»

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Für Thomas Weber geht es um alles oder nichts. Stimmt das Baselbieter Stimmvolk im Frühjahr 2019 der Fusion des Kantonsspitals Baselland mit dem Basler Unispital zu, so hat sich der Baselbieter Gesundheitsdirektor ein Denkmal gesetzt. Lehnt es das Projekt «Universitätsspital Nordwest» hingegen ab, so wäre Weber mit dem wichtigsten Geschäft seiner Regierungszeit gescheitert. Da erstaunt es nicht, dass er alles versucht, um mögliche Widerstände rechtzeitig aus dem Weg zu räumen.

Mit den weitreichenden Zugeständnissen ans Spital Laufen hat sich Weber nun nicht weniger als die Zustimmung eines ganzen Bezirks gesichert. Das ist taktisch klug, ist das Laufental doch bekannt dafür, bestens für seine Anliegen mobilisieren zu können. Der Preis für diesen Kniefall ist mit 1,5 Millionen Franken pro Jahr allerdings hoch. Hätte Weber wirklich in allen Punkten nachgeben müssen? Oder hätte es nur der 24-Stunden-Notfall auch getan? Dieser hätte für sich alleine bloss eine halbe Million Franken gekostet.

Denn noch vor dem Volk fehlt der Segen des Landrats. Erste politische Stimmen abseits des Laufentals äussern sich bereits kritisch. Und wird das Spital Laufen so stark bevorzugt behandelt, könnte das Begehrlichkeiten der anderen Spitalstandorte und ihrer Regionen wecken. Es ist ein schmaler Grat, auf dem Weber wandelt. Noch steht sein Denkmal auf wackligem Fundament.

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