Bauen wir neue Strassen, neue Bahnstrecken, eine «Swissmetro»? Oder vernetzen wir die bestehenden Fahrzeuge besser? Um diese Frage zu beantworten, ist es heute noch zu früh. Wir wissen schlicht nicht, was technisch überhaupt möglich sein wird. Sicher ist erst die banale Erkenntnis, dass es ein wenig geordneter zugehen könnte im morgendlichen Pendlerverkehr.

Bei der Frage nach der Technologie setzt die Swisscom nun an mit dem selbstfahrenden Auto, das am Dienstag vorgestellt wurde. Ein Experiment, das es in sich hat: Wer gestern mitfahren durfte, berichtet von einem einzigartigen Fahrgefühl – zwischen Freiheit und Zwang. Freiheit, weil man eigentlich die Hände frei hätte, um die Zeitung zu lesen. Zwang, weil man sich gleichzeitig in dieser Schachtel gefangen fühlt – wie in einem Achterbahn-Wagen.

Die selbstfahrenden Fahrzeuge – sie haben in den Minen, Häfen oder Fabriken dieser Welt bereits Einzug gehalten. Auch Lastwagen sind denkbar. Vielleicht sogar auf separaten Strassen, etwa in den USA. Was den motorisierten Individualverkehr betrifft, wird letztlich der Konsument darüber entscheiden müssen, wie es geht. Wie weit er bereit ist, seine Freiheit, die er mit dem Kauf eines «Schlittens» teuer bezahlt, aufzugeben, zugunsten eines geordneten Verkehrs. Die Diskussion ist eröffnet.