Standortmarketing
Sabine Horvath zum geplanten Basler SRF-Krimi: «Das war ein langer Prozess»

Damit Basel schon bald seine eigene Krimiserie hat, waren hinter den Kulissen viele Verhandlungen nötig.

Hannes Nüsseler
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«Freudige Aufgabe»: Sabine Horvath, Leiterin Abteilung Aussenbeziehungen und Standortmarketing Basel-Stadt.

«Freudige Aufgabe»: Sabine Horvath, Leiterin Abteilung Aussenbeziehungen und Standortmarketing Basel-Stadt.

zvg

So überraschend die Ankündigung einer neuen SRF-Krimiserie aus Basel kam (die bz berichtete), war die Abteilung Aussenbeziehungen und Standortmarketing des Kantons Basel-Stadt doch längst im Bild: Schon seit Monaten stehe man im Austausch, erklärt Leiterin Sabine Horvath auf Anfrage. SRF habe das Projekt an den Kanton herangetragen, jetzt ­seien weitestgehend alle Anforderungen geklärt worden: «Das war ein langer Prozess, wir sind froh, dass er zum Realisierungsentscheid geführt hat.»

Für das Standortmarketing waren Aspekte wie nationale Ausstrahlung und wirtschaftliche Bedeutung wichtig, sagt Horvath. Gleichzeitig gelte es aber auch, Anknüpfungspunkte zur Filmförderung und die Auswirkungen auf das regionale Filmschaffen zu berücksichtigen. «Dieser Prozess ist noch in Gang», so Horvath. Die vom ­Regierungsrat gesprochenen 100'000 Franken trügen zu den Rahmenbedingungen für die Realisierung bei, es handle sich deshalb nicht um einen Beitrag im Sinne der Filmförderung.

«Diese Gelder müssen separat beantragt und bewilligt werden, dabei gilt es, auf die bestehenden Abläufe abzustützen.» Im Zuge eines solchen Gesuches würde auch der Regionaleffekt – also das Zurückfliessen der Fördergelder in die lokale Filmwirtschaft – geprüft, wie das der Branchenvertreter Balimage in einer Stellungnahme zur geplanten Serie fordert.

Längerfristige Perspektiven

Zum Drehbuch und den Drehorten kann Horvath nichts sagen, die Kommunikation über die Inhalte sei Aufgabe der Produktionsfirma oder SRF. «Dass diese Serie nach Basel kommt, ist für uns eine äusserst freudige Aufgabe.» Von vergleichbaren SRF-Serien wisse man, dass sie einen Standort positiv ins Gespräch brächten und auch hinsichtlich der Wertschöpfung interessant seien. «Vielleicht aber auch für die regionale Bevölkerung, wenn eine Serie aus der eigenen Heimatstadt ausgestrahlt wird.»

Aus Standortmarketing-Sicht verbinde man das Projekt deshalb mit einer Perspektive für die Zukunft: «Dass sich Basel mittel- und längerfristig als Ort für Filmproduktionen etablieren kann.»

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