Umgestaltung
Basler Kultkino baut aus: Das Foyer in der Theaterpassage soll grösser werden

Der Platzmangel in der Passage beschäftigt das Kino bereits seit längerem. Nun möchten die Betreiber eine leere Geschäftsfläche für den Gastronomiebetrieb nutzen.

Elodie Kolb Jetzt kommentieren
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Das Kultkino Atelier in der Theaterpassage in Basel vergrössert seine Bar.

Das Kultkino Atelier in der Theaterpassage in Basel vergrössert seine Bar.

Martin Toengi

Das Kultkino Atelier in der Theaterpassage will sich vergrössern: Das Foyer soll für den Barbetrieb ausgebaut werden, wie dem Kantonsblatt zu entnehmen ist. Die Pläne bestätigt auch Co-Geschäftsführer Tobias Faust auf Anfrage.

Das Kultkino mietet neu die Geschäftsfläche des ehemaligen Musikladens Swagata. Diese liegt rechts des Haupteingangs neben Saal fünf und gegenüber dem Oekoladen in der Theaterpassage. Auf diesen rund 30 Quadratmetern sollen zusätzliche Sitzmöglichkeiten entstehen und allenfalls kleinere Nebenveranstaltungen zum Kinobetrieb stattfinden, wie Faust ausführt:

«Ich könnte mir etwa Lesungen vorstellen, die zu gezeigten Filmen passen.»

Ausserdem sei eine möglichst grosse Fläche ein Bedürfnis des Kinos – ohne dass man bestehende Geschäfte verdrängen möchte. «Wir haben uns eigentlich in jeder Bauphase mehr Platz gewünscht», sagt Faust auch im Hinblick auf den grossen Umbau des Kultkino Ateliers vor einigen Jahren. 2015 eröffnete das Kino in der Theaterpassage zwei zusätzliche Kinosäle und vergrösserte die Bar.

Das Platzbedürfnis sei insbesondere wegen immer wieder stattfindender Apéros im Foyer, das zugleich von der Laufkundschaft der Geschäfte in der Theaterpassage genutzt wird, gross.

Nach dem Kinoausbau 2015 sollen im Kultkino nun zusätzliche Sitzflächen entstehen.

Nach dem Kinoausbau 2015 sollen im Kultkino nun zusätzliche Sitzflächen entstehen.

Martin Toengi

Gastronomie hat sich verstärkt vom Kino gelöst

Während der Pandemie habe sich das Gastroangebot stärker vom Kino gelöst, sei eigenständiger geworden. «Es ist für beide Betriebe toll, wenn sie nicht nur als Schnittfläche funktionieren, sondern auch unabhängig voneinander», sagt Faust weiter. Es sei denn auch ein Ziel des Kultkinos, das gastronomische Angebot weiter auszubauen – «aber es gibt bei uns nachher nicht Pasta und Pizza», schmunzelt Faust.

Da es sich bei der neuen Verwendung der Swagata-Fläche formal um eine Umnutzung handle, sei die Erweiterung nun publiziert worden. «Praktisch verschwindet einfach eine Glaswand», sagt Faust. Kosten wird der Umbau 25’000 Franken. Im Zuge der Erweiterung der Bar wird ausserdem die beleuchtete Plakatwand rückgebaut: Diese säumt den Gang der Passage zwischen Eingang und Oekoladen.

Arbeiten sollen im ersten Quartal 2023 beginnen

Dies bestätigt Faust ebenso: Einerseits sei die Beleuchtung sanierungsbedürftig, andererseits handle es sich beim Rückbau der Plakatwand aber auch um ein ästhetisches Unterfangen. Das Licht sei derzeit sehr weiss. Die Wand soll stattdessen mit analogen Plakaten behängt und mit Deckenlicht beleuchtet werden, auch Stehtische seien vorgesehen.

Aktuell wartet das Kultkino noch auf die offizielle Bewilligung, die Einsprachefrist gegen das Projekt läuft noch bis Anfang Dezember. Faust hofft, im ersten Quartal des nächsten Jahres mit den Arbeiten beginnen zu können.

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