Zwischenzeit
Vom Zentrum bis zum Stadtrand: Bühne frei für Basels Nachtkultur

Basels Nachtkultur blüht im Spätsommer wieder auf – mit Hilfe des Förderprojekts ZwischenZeit.

Tamara Funck
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Evelinn Trouble tritt im Rahmen von ZwischenZeit am 27. August auf dem Kaserneareal auf.

Evelinn Trouble tritt im Rahmen von ZwischenZeit am 27. August auf dem Kaserneareal auf.

Kat Huber

Zu lange war es ruhig in der Stadt. Zu lange war Basels Nachtleben im Dornröschenschlaf. Nun belebt das Projekt ZwischenZeit Basel – konzipiert für die Zeit zwischen Lockdown und «Post-Corona» – die Nachtkultur und bespielt im August, September und Oktober mehrere öffentliche Plätze unter Einhaltung der entsprechenden Schutzmassnahmen. Der Regierungsrat unterstützt das Projekt mit einem Beitrag in der Höhe von 190'000 Franken.

«Es ist wichtig, dass das Projekt stattfindet. So kann man wieder zusammen feiern, Veranstaltende können wieder veranstalten und vor allem haben Künstlerinnen und Künstler wieder eine Bühne zum Auftreten», sagt Caroline Faust vom Verein Kultur und Gastronomie.

Vom Zentrum bis zum Stadtrand

Der Verein wurde von der Taskforce Nachtleben beauftragt sechs Kultur- und Veranstaltungsbetrieben, die sich in einem Bewerbungsprozess durchgesetzt haben, fast alles bereit zu stellen, was es für einen Abend Nachtkultur braucht: Veranstaltungsort, Bühne, Backstage-Container, Technik, Bus, Techniker und Technikerinnen. Was noch fehlt, sind auftretende Kunstschaffende plus Mitarbeitende, die die Veranstaltenden selber auswählen. Sie werden mit den Ticketeinnahmen bezahlt.

ZwischenZeit startet dieses Wochenende im Lido, im Lysbüchelareal, mit Strandgefühl und Hip-Hop am Freitag und mit Musikvirtuosinnen und Wortakrobaten am Samstag (mit von der Partie ist Hip-Hop-Künstler Black Tiger). Eine Woche später, am 27. August, finden auf dem Kaserneareal Konzerte von Evelinn Trouble, BigZis und KimBo statt. Veranstalterin ist hier der Feministische Salon Basel, die erstmals ein Open-Air organisiert.

Im September wird mit dem Marktplatz das Zentrum bespielt: Am Mittwoch, 22. September, stehen Afro-Sounds auf dem Programm und am Donnerstag, 23. September, Rap, Hip-Hop, Breakdance und Graffiti. Das Spätsommer-Programm endet letztlich jedoch am Stadtrand: Am 16. Oktober organisiert das Kollektiv LOKD einen Abend im Horburgpark. «Die Idee war möglichst breit verteilt in der Stadt zu sein. Besonders im Quartier um den Horburgpark findet noch nicht so viel Kultur statt, deshalb ist es schön, auch diesen Ort zu bespielen», sagt Faust.

ZwischenZeit Basel, 20. August bis 16. Oktober 2021, Programm und Tickets unter: www.kulturundgastro.ch/zwischenzeit-basel/

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