Blickfang
Auf der Suche nach dem Besonderen

Die Blickfang 2017 in Basel ist ein guter Jahrgang. An den Ständen findet sich so manche Shopping-Perle.

Rahel Koerfgen
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Impressionen von der Designmesse Blickfang
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Impressionen von der Designmesse Blickfang Seeberger Möbel
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Impressionen von der Designmesse Blickfang Manufaktur 5
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Impressionen von der Designmesse Blickfang
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Impressionen von der Designmesse Blickfang

GEORGIOS KEFALAS

Ja, aufgeregt sei sie schon. Gregana Stankova steht ein wenig verloren da, obwohl ihr Stand an der Blickfang Basel lediglich sechs Quadratmeter misst. Ein letzter prüfender Blick auf die Auslage ihres Labels Shevitza, bunt bedruckte Seidenschals und Babydecken sind das. Wenige Minuten bis 14 Uhr, dann öffnet die diesjährige Blickfang-Messe in der Halle 3 ihre Türen. Erwartet werden an diesem Wochenende rund 11 000 Shoppingbegeisterte, die sich die Kreationen von mehr oder weniger weit gereisten Designern ansehen und allenfalls auch kaufen möchten.

Stankova gehört zu den eher Weitgereisten. Sie kommt aus Bulgarien und stellt ihre Textilien zum ersten Mal überhaupt an einer Messe aus. Deshalb auch die Aufregung. Warum ausgerechnet in Basel? «Es ist ein interessanter Standort, besonders wegen der Grenznähe zu Deutschland und Frankreich», sagt die Grafik-Designerin. Seit rund vier Jahren fertigt sie Accessoires an mit traditionellen, folkloristischen Motiven aus Bulgarien, «modern interpretiert».

Das Beste aus dem Rest

Ein paar Schritte weiter wartet Rainer Kyburz auf Kundschaft. Zusammen mit seinem Bruder stellt er unter dem Markennamen «Kyburz made» Möbel aus Restmaterialien wie Holz oder Karton her. Von Hand, in einer Werkstatt in Münchenstein. Auf dem Dachstock befindet sich der Showroom. «Wir verkaufen nicht über den Fachhandel, deshalb ist die Blickfang für uns so wichtig», sagt der smarte Designer. Er sei gespannt, wie die neuen Sofas, Sideboards und Regale aus ausgedienten Transportrahmen ankommen. «Dieses direkte Feedback ist sehr wertvoll», sagt Kyburz.

Das Beste aus dem Rest zu machen, scheint gut anzukommen. Vor dem Stand von «Kyburz made» bildet sich schnell eine kleine Menschentraube. Der Wegwerfgesellschaft wird an der «Blickfang» die Luft abgedreht, Nachhaltigkeit und besonders Recycling verkaufen sich gut. Auch bei den beiden Ladies der Textildesign-Manufaktur Fink. Sie weben und stricken in ihrem Atelier im Basler Stellwerk sehr dekorative Kissen, Decken und vieles andere aus Restgarn. «Wenn etwas handgemacht ist, zieht das auch immer», sagt ein Aussteller und zeigt zum Stand von Lina Baumgarten, die ihren Schmuck selber fertigt. Es sind Einzelstücke und exklusive Kleinserien, zierliche Libellen oder Totenköpfe als Anhänger an Ketten oder als Ohrringe.

Nebenan stellt die Architektin und Hundebesitzerin Sigrid Mantsch aus Österreich Schmuckes für Vierbeiner aus. Schlafplätze aus Massivholz etwa oder schicke kleine Futterbars; Design, das quasi auf den Hund gekommen ist. «Meine Produkte sollen nicht nur funktioneller Gegenstand des Tieres sein, sondern auch den ästhetischen Ansprüchen zeitgemässer Innenarchitektur entsprechen.» Solche Stücke liessen sich sehr gut in den Wohnraum zu integrieren. Und die Hunde hätten es schliesslich auch verdient, sich wohlzufühlen. Ja, wer an der Blickfang-Messe 2017 auf der Suche nach dem Besonderen ist, wird sicher fündig.

Die Messe Blickfang findet in der Halle 3 der Messe Basel statt und dauert noch bis Sonntag, 23. April, 18 Uhr.