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BuchBasel schlägt eine neue Seite auf

Das Basler Buch- und Literaturfestival findet im nächsten Jahr wieder in einer Halle der Messe Schweiz statt.

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Zurück zu den Wurzeln geht das Internationale Buch- und Literaturfestival, das gestern Abend in Basel seine Tore schloss. Nachdem die Veranstaltung zwei Jahre in der e-Halle auf dem Erlenmattareal stattgefunden hat, wechselt sie 2010 wieder in eine Halle der Messe Schweiz. Sie wird dann auch wieder unter der früheren Bezeichnung BuchBasel durchgeführt. Dieser Rückwärtssalto - der nicht mortale sein soll - sei möglich, weil die Organisation neu aufgestellt ist, sagt der designierte Messeleiter Felix Werner gegenüber der bz.

Anders als bis 2007 wird indes nicht die Messe Schweiz für die Veranstaltung verantwortlich sein, sondern der Verein LiteraturBasel. Die Messe wird die Halle nur vermieten, wie Christian Jecker von der Messe Schweiz bestätigt.

In der Messe hats mehr Platz

Die BuchBasel wird im November 2010 in der Halle 4.1 im Kongresszentrum stattfinden. Diese verfügt über eine Fläche von 4100 Quadratmetern. Dies ist ein weiterer Grund für den Umzug. Laut Werner verfügt die e-Halle zwar über «einen gewissen Charme», sei jedoch mit ihren 2500 Quadratmetern am Anschlag. Die e-Halle habe dem Konzept entsprochen, wie es für die letzten beiden Ausgaben ausgearbeitet wurde. Besonders den kleineren Verlagen habe die Halle zugesagt. Die Halle verfüge aber nicht über den Standard, den gewisse Messebesucher und grosse Verlage erwarten. Ein Umzug sei ohnehin unumgänglich geworden, betont Werner zudem. Ab 2011 stehe diese Halle nicht mehr zur Verfügung. Der Verein habe deshalb in Basel nach geeigneten Räumlichkeiten Ausschau gehalten.

Werner ist überzeugt, dass der Verein LiteraturBasel die Neuerung finanziell verkraften kann. Das letzte Geschäftsjahr sei mit einem Gewinn von 6000 Franken abgeschlossen worden. Zudem verfüge der Verein als Veranstalter über eine andere Struktur als die professionellen Messeorganisatoren. «Wir machen das in einem kleineren Rahmen», sagt Werner. Tatsächlich organisierte die Messe Schweiz AG ab 2003 bis zur Ausgabe 2007 die BuchBasel. Darin integriert war das Literaturfestival, das Matthyas Jenny 1997 ins Leben gerufen hatte.

Neue Kooperation mit Messe

Zuerst lief alles nach Plan. Für die zahlreichen Verlage erwiesen sich die Begleitveranstaltungen des Literaturfestivals als Glücksfall. Das Publikumsinteresse war gross. Die steigenden Aussteller- und Besucherzahlen wirkten sich jedoch finanziell nicht positiv aus; für die Messe Schweiz AG war die Veranstaltung nicht kostendeckend. Deshalb beschloss sie im Dezember 2007, auf eine weitere Ausgabe im Herbst 2008 zu verzichten. Es habe zu wenig Interesse von den Verlagen gegeben, hiess es damals. Der Verein machte trotzdem weiter. Unter der Leitung von Egon Ammann wurde für die letzten beiden Ausgaben ein neues Konzept ausgearbeitet. Letztes Jahr besuchten rund 19 000 Personen und 480 geladene Gäste die Basler Buchmesse und das Literaturfestival.

«Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen», betont der neue Messeleiter zum Verhältnis Verein LiteraturBasel und Messe Schweiz AG. Der Verein freue sich darüber, dass mit der Messe eine neue Zusammenarbeit möglich geworden ist. Damit könne die Veranstaltung kontinuierlich weiterentwickelt werden, erklärt Werner.

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