«Was da zurzeit passiert, ist hässlich und heuchlerisch. Man kann geteilter Meinung sein über Thiels Humor und seine Sichtweise», schreibt von Rohr. «Jedoch in einem zivilisierten Land solche Verleumdungskampagnen gegen Künstler zu führen, sie derart zu diffamieren, ohne mit glaubwürdigen, stechenden Argumenten zu kommen, ist schlicht abartig. Wer denkt, in unserem Rechtsstaat verurteilen nur Gerichte, irrt sich gewaltig.»
Andreas Thiel, so Musiker von Rohr, «passt einfach nicht in den linksdominierten Schweizer Kulturbetrieb, der sich so gern liberal nennt, aber dies leider meist nur im Abschöpfen von Staatsgeld ist.» Und weiter: «Wenn ihnen die Argumente ausgehen, kommen inhaltsleere Scharfrichterurteile im Moralgewand.»
So gehe das nicht, schreibt von Rohr, der von «kultureller Säuberung» spricht: «Es muss endlich wieder eine Kultur der echten Debatte einkehren, wo unterschiedliche Auffassungen Platz haben und auch respektiert werden. Was diese Diskussionsverweigerer nämlich nicht checken: Durch ihre krasse Vorverurteilungs- oder mediale Lynchpraktik fördern gerade SIE das hässliche Klima des dumpfen, rechtsextremen Hassdenkens und die destruktive Angst unter den Menschen, sich offen und frei zu äussern, ohne gleich negativ bewertet oder gesellschaftlich ausgegrenzt zu werden. Das ist eine kranke Entwicklung, die wir mit besorgtem Blick nach Deutschland bei uns nicht zulassen dürfen.»