Am Freitagmorgen, noch vor dem eigentlichen Festivalbeginn, stand das Gelände vor der Hauptbühne unter Wasser und Schlamm. "Es bestand grosse Gefahr für die Fans in den ersten Reihen", sagte der Jonschwiler Gemeindepräsident und OK-Mitglied Stefan Frei auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Vor zehn Jahren seien zehn Personen bei einem Festival in Deutschland im Schlamm ertrunken. Der Krisenstab, der während des Festival alle drei Stunden tagte, entschied sich mehrere Lastwagenladungen Wasser und Schlamm absaugen zu lassen.

Die Wellenbrecher vor der Bühne mussten tiefer im morastigen Boden verankert werden, um dem Druck der Zuschauermassen Stand zu halten. Die rund 500 Einsatzkräfte für Sicherheit und Verkehr wurden durch die Feuerwehr und den Zivilschutz verstärkt. Aber auch sie konnten nichts mehr an der prekären Lage auf dem Gelände ändern.

Bereits im Eingangsbereich erwarteten die Besucher Schlammseen. Es seien zu wenig Bodenplatten gelegt worden, räumte Frei ein. Auch der Verkehr rund um Jonschwil kollabierte. Bereits am Freitagmorgen kam es zu Rückstaus. Hunderte von Autos und Campern mussten von den Bauern mit Traktoren aus dem Dreck gezogen werden.

Rund 15 Festivalbesucher mussten wegen übermässigem Alkoholkonsum ins Spital eingeliefert werden, weitere 150 Leute behandelte die Sanitätsequipe vor Ort, schreibt die Gemeinde Jonschwil in einer Medienmitteilung. Häufig kam es zu Ratten- und Mäusebissen, als Folge des aufgeweichten Bodens.