Thal
Nicht alle Neuerungen kamen gut an

Mehr Besucher als letztes Jahr – so lautet ein erstes Fazit vom zweiten Kulturtag Thal von gestern. Der Eröffnungsanlass am Samstagabend war allerdings schlecht besucht.

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Kulturtag Thal

Kulturtag Thal

Solothurner Zeitung

Fabian Muster

«Wir hatten sicher mehr Besucher als letztes Jahr», bilanziert Koordinatorin Chrige Fankhauser gestern Nachmittag nach dem zweiten Kulturtag Thal. Genaue Zahlen liegen erst heute vor. Laut Fankhauser waren besonders das Bogenschiessen auf dem Schloss Alt Falkenstein in Balsthal, die Festungswerke in Gänsbrunnen, aber auch die Kunstfabrik Welschenrohr Anziehungspunkte.

Auch die organisatorischen Neuerungen wie der Infostand am Bahnhof Balsthal oder das Ticket für nur eine Veranstaltung hätten sich gemäss Fankhauser bewährt. «Besonders die Einzeltritte wurden überraschend gut genutzt.»

Weniger gut besucht war jedoch laut Markus Egli von der Arbeitsgruppe Kultur im Thal das als Eröffnungsanlass gedachte Konzert am Samstagabend in der Königshalle in der Klus. «Von 200 Plätzen war nur rund ein Viertel besetzt.» Trotzdem möchte er den Auftakt am Samstag beibehalten. «Vielleicht sollten wir nächstes Mal einfach eine bekanntere Band engagieren.»

Erstmals dabei war die Jungwacht Balsthal mit ihrem Spielnachmittag für Kinder. Doch dieser ist laut Scharleiter Michael Müller auf wenig Resonanz gestossen. «Wir hatten kaum Besucher.»

Nur rund 30 Eltern mit Kindern hat er gezählt. Die Idee dahinter: Die Kinder können sich am Spielnachmittag verweilen, während die Eltern die Museen besuchen. «Das hat aber nicht geklappt.» Vielleicht sollte man dies nächstes Mal besser kommunizieren.

Keramikmuseum neu mit Keller

Mit dem Besucheraufkommen beim Keramikmuseum zufrieden zeigte sich hingegen Roland Müller, Präsident des Vereins Freunde der Matzendorfer Keramik. Die Vernissage am Samstagnachmittag war von 80 Leuten besucht, am Sonntag wurden 73 Personen gezählt, die an den Führungen teilnahmen.

«Zusammen mit den weiteren Besuchern, die auf einen Kaffee vorbeischauten, kamen wir etwas über 100 budgetierte Personen», sagt Müller.

Auf den Kulturtag hin hat das Keramikmuseum den Gewölbekeller zu einem Raum für Wechselausstellungen ausgebaut. Ziel ist es, das Besucheraufkommen zu steigern. Letztes Jahr besuchten rund 800 Personen das Museum. «95 Prozent der Leute kommen durch angemeldete Führungen», sagt Müller.

Zusätzlich ist das Museum am ersten Sonntag im Monat für zwei Stunden geöffnet. Da laufe aber normalerweise nicht sehr viel.

Mit dem Raum für Wechselausstellungen will man dies ändern. Müller hat vor allem jene Personen im Auge, die schon mal da waren. «Die Leute sollen ein zweites Mal vorbeikommen.» Wie oft man solche Wechselausstellungen durchführen will, ist aber noch nicht bestimmt.

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