Gurlitt-Erbe

Weiteres Gurlitt-Bild wird an Erben zurückgegeben

Die rechtmässigen Besitzer des "Portrait de jeune femme assise" des französischen Malers Thomas Couture (1815-1879) konnten dank eines winzigen reparierten Loches auf Brusthöhe eruiert werden. (Archivbild)

Die rechtmässigen Besitzer des "Portrait de jeune femme assise" des französischen Malers Thomas Couture (1815-1879) konnten dank eines winzigen reparierten Loches auf Brusthöhe eruiert werden. (Archivbild)

Ein weiteres Bild aus dem Nachlass des verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt wird an die Erben des einstigen jüdischen Besitzers zurückgegeben. Es handelt sich um das Gemälde «Portrait de jeune femme assise» des französischen Malers Thomas Couture (1815-1879)

Das Bild war bereits 2017 als Eigentum des hochrangigen jüdischen Politikers und Nazi-Gegners Georges Mandel identifiziert worden. Dessen Lebensgefährtin hatte nach dem Krieg zu Protokoll gegeben, das Bild sei ihm gestohlen worden. Es habe auf der Brusthöhe der Frau einen kleinen Einriss gehabt. Damit konnten die Forscher es klar zuordnen.

An der Übergabe am kommenden Dienstag im Berliner Martin-Gropius-Bau nimmt auch ein Vertreter des Kunstmuseums Bern teil, das den Gurlitt-Nachlass geerbt hat. Es ist das fünfte Bild aus der Sammlung, das an die rechtmässigen Besitzer zurückgegeben wird.

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