Drei Amazonen in Berlin: Der Film der Nidwaldnerin Thaïs Odermatt

Der Film von Die Innerschweizer Filmemacherin Thaïs Odermatt ist an den ­Solothurner Filmtagen im «Opera Prima»-Wettbewerb vertreten.

Regina Grüter
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Heutige Amazonen als Hommage an eigenwillige Frauen.

Heutige Amazonen als Hommage an eigenwillige Frauen.

Bild: Cinewor

Die Innerschweizer Regisseurin Thaïs Odermatt («Kurt und der Sessellift») ist mit ihrem ersten langen Dokumentarfilm «Amazonen einer Grossstadt» in der Reihe «Panorama Schweiz» der Solothurner Filmtage vertreten. Damit steht sie zusammen mit dreizehn weiteren Nachwuchsfilmemacherinnen und -filmemachern im Wettbewerb um die neue Auszeichnung «Opera Prima» für Erstlingswerke im Schweizer Film. «Amazonen einer Grossstadt» wird im Rahmen der Online-Ausgabe als Weltpremiere gezeigt.

Es ertönt der Ruf ­ aus der Kindheit

Der Film ist sehr persönlich und von gleichzeitig universeller Natur, realisiert im Schmelztiegel Berlin, wo Thaïs Odermatt die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf besuchte. «Der Grossstadtdschungel schüttelt mich durch, und plötzlich höre ich den Ruf der Amazonen aus meiner Kindheit», hört man die Kommentarstimme. In DJ That Fucking Sara, MMA-Fighter Maryna Ivashko und in der früheren kurdischen Guerillera Zilan findet sie drei heutige Amazonen für ihr Filmprojekt. Die ernsthafte Annäherung an die Protagonistinnen wird immer wieder unterbrochen durch punkige Intermezzi auf Bild- und Tonspur, in denen Odermatt sich selbst einbringt. «Wird man als Amazone geboren, oder wird man eine?», fragt sich Odermatt. Ihr Film ist eine Hommage an eigenwillige Frauen, die eigene Mutter im besonderen und auch ein bisschen an die Kämpferin in sich selbst. (reg)

«Amazonen einer Grossstadt»: ab Montag, 25. Januar, 12 Uhr, im Rahmen der Solothurner Filmtage während 72 Stunden im Streaming (online.solothurnerfilmtage.ch, Vorverkauf offen); Q&A mit der Regisseurin: Livestream 26. Januar 15.30 Uhr; der Kinostart ist im Frühling geplant.