Die US-Kultserie «Breaking Bad» gilt als einer der Favoriten bei der Emmy-Verleihung, die am kommenden Sonntagabend in Los Angeles (2.00 Uhr am Montagmorgen MESZ) steigt. Doch der weltweit wichtigste Fernsehpreis ist durchaus auch für eine Überraschung gut. In der Kategorie «Beste Dramaserie» ist der Vorjahressieger «Homeland» wieder nominiert, doch die Serie um einen als Spion verdächtigten Ex-Soldaten hat starke Konkurrenz, vor allem durch «Breaking Bad». Die fünfte und letzte Staffel um Bryan Cranston als drogenkochenden Chemielehrer bricht derzeit in den USA Quotenrekorde.

Mit insgesamt 16 Nominierungen hat die Fantasyserie «Game of Thrones»  ebenfalls gute Chancen auf eine Trophäe. Weiter nominiert sind der frühere Emmy-Seriensieger «Mad Men» und der britische Exporthit «Downton Abbey». Aussenseiter und eine kleine Überraschung ist die für den Internetdienst Netflix produzierte Polit-Serie «House of Cards». Mit ihr könnte eine Serie, die nie im Fernsehen gelaufen ist, den Fernsehpreis gewinnen.

Cranston und Danes in der Favoritenrolle

Das Rennen um den Preis für die beste Comedyserie dürfte ähnlich spannend werden. Der dreimalige Sieger «Modern Family», hat gute Aussichten auf einen vierten Emmy. Ebenfalls nominiert sind langjährige Publikumslieblinge «30 Rock» und "The Big Bang Theory" sowie die neuen Herausforderer «Louie», «Veep» und «Girls». «Louie», mit dem New Yorker Komiker Louis C.K. im Mittelpunkt, ist zum ersten Mal nominiert. Julia Louis-Dreyfus als frustrierte US-Vizepräsidentin ist bei den Kritikern beliebt. «Girls» bietet einen ungefilterten Blick auf das Leben von jungen Singles in New York.

Louis-Dreyfus gilt auch als Favoritin in der Kategorie «Beste Schauspielerin in einer Komödie», bei den Männern hat Louis C.K. die Nase vorn. «Breaking Bad»-Hauptdarsteller Cranston dürfte den Emmy als bester Schauspieler in einer Drama-Serie in der Tasche haben, «Homeland»-Star Clare Danes den Emmy als beste Schauspielerin. Die Verleihung, die von «How I Met Your Mother»-Darsteller Neil Patrick Harris moderiert wird, wird auch an die Schauspieler James Gandolfini («The Sopranos») und Cory Monteith («Glee») erinnern, die in diesem Jahr gestorben sind. Die Emmys werden zum 65. Mal vergeben. (sda/cls)