Del Toro hatte bei der Filmpreisverleihung am Sonntag für sein Fantasy-Melodram "Shape of Water" den Oscar für den besten Film und den Regie-Oscar entgegengenommen, darüberhinaus siegte der Streifen in den Kategorien "bester Soundtrack" und "bestes Szenenbild".

Im Stadtzentrum von Guadalajara schwenkten die Fans bunte Girlanden und eine rund zwei Meter grosse Nachbildung der Oscar-Statuette. Autos kurvten hupend und mit wehenden mexikanischen Flaggen durch die Strassen. Bei einer Veranstaltung für geladene Gäste in einem schicken Einkaufszentrum der Stadt wurde die Oscar-Zeremonie live auf einer Grossleinwand übertragen. Eine für Guadalajara typische Mariachi-Kapelle spielte Musik.

Der 53-jährige Del Toro hatte Mexiko bereits 1998 verlassen, nachdem sein Vater entführt worden war. Er fasste damals gerade in Hollywood Fuss. Sein Freund, der Regisseur James Cameron, sammelte eine Million Dollar in bar, damit Del Toro das Lösegeld für seinen Vater bezahlen konnte. Seitdem hat Del Toro seine ganze Familie in die USA nachgeholt, der Regisseur lebt abwechselnd in Los Angeles und im kanadischen Toronto.

Del Toro ist für seine Vorliebe für Monster, Vampire und Superhelden bekannt, in "Shape of Water" steht ein hässliches Monster im Mittelpunkt einer Liebesgeschichte. Del Toro sei ein "Monster des Kinos", sagte sein Kindheitsfreund, der DJ César Cosío, bei der Jubelfeier in Guadalajara.