Dok-Film

Schauspieler ist als Hitler verkleidet unterwegs – und die Deutschen freuts

Was passiert eigentlich, wenn man als Hitler verkleidet durch die Stadt läuft?

«Es hat leider funktioniert»: ARD zeigt Szenen aus dem Film «Er ist wieder da».

Der Schauspieler Oliver Masucci hat sich mit Mantel, Nazi-Mütze und Schnauz unter die Leute gemischt. Dabei verging ihm nicht selten das Lachen.

Vier Wochen lang sind Regisseur David Wnendt und Schauspieler Oliver Masucci quer durch Deutschland gefahren. Masucci mischte sich verkleidet als Adolf Hitler unter die Leute, Wnendt hielt das Ganze mit zwei Kameras fest.

Im Gepäck hatten die beiden viele Fragen: Wie würden die Deutschen reagieren? Und was sagt ihre Reaktion über Deutschland aus?

Am Ende des Experiments fragte sich Regisseur Wnendt dann aber etwas ganz anderes: «Wie kann es sein, dass so viele Menschen so positiv reagieren?»

Am 8. Oktober feiert der ungewöhnliche Dok-Film Kinopremiere, am Dienstagabend war in Berlin Weltpremiere. Grundlage ist der 2012 erschienene Debüt-Roman «Er ist wieder da» von Timur Vermes. Das Buch erzählt die Geschichte von Adolf Hitler, der 2011 plötzlich wieder in Berlin auftaucht. 20 Wochen lang hielt sich der Bestseller auf Platz 1.

«Er ist wieder da» – der Trailer zum Film.

«Er ist wieder da» – der Trailer zum Film.

Die ARD-Sendung «Tagesthemen» zeigte bereits vor der Premiere erstaunliche Ausschnitte aus dem Film. Etwa die Szene, als ein bestellter Schauspieler als Punk in der WM-Fanzone Stimmung gegen Deutschland macht. 

«Lasst ihr euch das gefallen?!», ruft Hitler. Und nein, die jungen Deutschen folgen seinem Aufruf und gehen derart auf den Schauspieler los, dass ihn die Sicherheitsleute retten müssen. «Damit die den nicht gleich am nächsten Baum aufknüpfen», sagt Regisseur Wnendt im Beitrag der ARD-Tagesschau.

«Ich habe das schon provoziert – um zu sehen, ob eine solche Reaktion überhaupt eskalieren kann», erzählt Hitler-Darsteller Masucci. Sein Fazit: «Es hat leider funktioniert.»

«Es war absurd und erschreckend»: Reportage von der Weltpremiere in Berlin

«Es war absurd und erschreckend»: Reportage von der Weltpremiere in Berlin.

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