Samuel Koch
«Wetten, dass...?»:Warum fehlten die Gummimatten?

Fünf Tage nach dem tragischen Unfall von Samuel Koch stellt sich heraus: In den Proben lagen Gummimatten auf den Autodächern. Womöglich hätte dieser Dachschutz die schweren Verletzungen des 23-Jährigen verhindern können.

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Das ZDF schloss mit Samuel Koch eine spezielle Unfallversicherung ab. key

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Neue Fakten über den schweren Unfall von Samuel Koch bei «Wetten, dass...»: Als der 23-Jährige mit seinen Sprungfedern bei den Proben über die Autos juckte, lagen noch dicke Gummimatten auf den Autodächern. Doch in der Sendung war der Dachschutz plötzlich verschwunden. Weshalb?

«Samuel hatte diese Matten bei den ersten Proben auf die Autos gelegt, damit der Abstand zum Boden noch höher ist», sagt ZDF-Programmleiter Manfred Teubner gegenüber «Bild.de» Bei der Generalprobe und der Sendung seien die Matten einvernehmlich nicht verwendet worden. «Auf dem Autodach des Audi A8 haben bei den Proben nie Matten gelegen.»

Warum keine kleineren Autos?

Das Gerücht, dass Samuel den Audi A8 (das Unfallauto) nur überspringen musste, weil das ZDF mit dem Autohersteller einen Kooperationsvertrag hat, weist der Programmleiter vehement von sich: «Unsinn! Samuel hat uns vor der Wette eine Liste mit Autos geschickt, die wir für seine Wette bereitstellen sollen. Dabei war auch der Audi A8.»

Und auch die Aussage von Samuels Vater Christoph Koch, dass der Vorschlag, zunächst mit dem Überspringen eines kleinen Autos zu starten und die Fahrzeuge dann immer grösser werden zu lassen, vom ZDF gekommen sei, weist Co-Moderatorin Michelle Hunziker zurück: «Thomas und ich haben Samuel vor der Sendung gefragt, ob es nicht besser wäre, wenn wir kleinere Autos nehmen.»

Trotzdem: Der folgenschwere Unfall beschäftigt nun auch die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft. In den vergangenen Tagen seien mindestens fünf Anzeigen eingegangen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Johannes Mocken, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd.

Reha in Basel?

Während sich Verwandte und Programmleitung über Schuld und Verantwortung streiten, bereitet sich Samuel Koch auf seine Reha vor. Ob er diese, wie der «Blick» am Montag kolportierte, in der Rehab Basel in Angriff nimmt, ist unklar. Gestern wollte weder die Rehab Klinik Basel, noch die Uniklinik Düsseldorf, wo der 23-Jährige zur Zeit behandelt wird, den Transfer bestätigen.

Sinn machen würde eine Verlegungn nach Basel ins renommierteste Rehazentrum für Querschnittslähmungen und Hirnverletzungen in der Schweiz allemal. Keine andere Klinik ist so nah vom Wohnort der Familie Koch im badischen Wohnort Efringen-Kirchen entfernt - gerade mal 16 Kilometer. (jep)