Alkoholkonsum

Jeder dritte Schweizer verzeiht seinem Partner, dass er regelmässig trinkt

Auch am Oktoberfest in Zürich wird wieder kräftig Bier gezapft und geflirtet werden

Auch am Oktoberfest in Zürich wird wieder kräftig Bier gezapft und geflirtet werden

Eine Studie hat anlässlich des Oktoberfestes untersucht, wie tolerant Männer und Frauen gegenüber ihrem jeweiligen Partner sind in puncto Alkoholkonsum. Es kam erstaunliches heraus dabei.

Was würden wir nur machen ohne die hehre Wissenschaft: Nichts, das sie nicht schon untersucht, reflektiert und analysiert hätte, um uns das krude Leben fortan zu erleichtern. Die neueste Studie der Kategorie «unnötiges Wissen» machte jetzt die Online-Partnervermittlung eDarling.

Die Studie untersucht anlässlich des diesen Samstag öffnenden Oktoberfestes, an dem wieder einige tief ins Glas und dann in den Ausschnitt starren werden, das Flirtverhalten unter Alkoholeinfluss. Die zentrale Frage dabei: Welche Nationalität ist in puncto Alkoholkonsum dem Partner gegenüber nachsichtiger und welche ist nicht? Es wurde anhand von jeweils mehr als 20‘000 Mitgliederdaten aus elf europäischen Ländern untersucht, wie es um die Akzeptanz eines Partners bestellt ist, der mehrmals pro Woche trinkt.

Studie fördert erstaunliche Schlüsse zutage

Die studie aber fördert erstaunliches zutage. So sind reagieren beispelsweise die Polen und Russen am empfindlichsten darauf, wenn der Partner oder die Partnerin regelmässig Alkohol konsumiert. Am tolerantesten zeigten sich die Niederländer: 58% der Männer und 53% der Frauen geben an, dass Sie sich einen Partner vorstellen könnten, der mehrmals die Woche Alkohol trinkt. Auch die Schweizer scheinen diesbezüglich tolerant zu sein.

Männer trinken mehr und sind toleranter

Gemeinsam ist allen Ländern, dass prozentual mehr Männer angeben, häufiger Alkohol zu trinken. Gleichzeitig aber sind sie sich auch toleranter, was die Häufigkeit des Alkoholkonsums ihrer zukünftigen Partnerin betrifft.

Der Gesellschaftliche Kontext relativiert die Studienergebnisse

Doch werden die Ergebnisse relativiert, wenn man den Gesellschaftlichen Kontext mit einbezieht. So gilt beispielsweise in Deutschland die Devise: Je höher das Bildungsniveau, desto höher die Akzeptanz eines Partners, der täglich trinkt. Dies korreliere positiv mit den eigenen Trinkgewohnheiten, schriebt die Studie. Wirft man einen Blick in die DAK-Suchtstatistik, wird klar, dass die 18-29 jährigen berufstätigen Männer mit Abitur zwar häufiger trinken (29%) als diejenigen mit einem Hauptschulabschluss (14%), doch ist der «riskante Konsum» unter den berufstätigen Männern mit Hauptschulabschluss bedeutend höher (14%) im Vergleich zu denen mit Abitur (8%). Es ist also so, dass Leute mit hohem Bildungsniveau zwar tendenziell häufiger trinken, dafür mit Mass. Jene mit Hauptschulabschluss trinken weniger häufig, dafür in grösseren Mengen. Die Zahlen in der Schweiz befinden sich auf ähnlichem Niveau.

Unterschiede zwischen westlichen und östlichen Ländern

Dieser Gesellschaftliche Kontext lässt sich auch auf die Toleranz-Statistik übertragen, ist doch in den westlichen Ländern der regelmäßige Konsum geringer Mengen gesellschaftsfähig. Jedoch in östlichen Ländern, wo das regelmäßige Trinken mit wesentlich höheren Mengen assoziiert wird, wird ein Partner, der das mehrmals die Woche tut, weniger toleriert. (dme)

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