Jazz Festival

Experimentelle Klänge eröffnen das 37. Jazz Festival Willisau

Die Gruppe "Capillary Action" bei ihrem Auftritt am Jazz Festival Willisau

Die Gruppe "Capillary Action" bei ihrem Auftritt am Jazz Festival Willisau

Mit rockig-experimentellen Klängen der US-Gruppe Capillary Action ist am Mittwochabend das 37. Jazz Festival Willisau eröffnet worden. Ein weiteres Beispiel des New Jazz aus Amerika brachte die zweite Band des Abends, Endangered Blood, auf die Bühne.

Im letzten Jahr hat Arno Troxler die Leitung des Willisauer Festivals von seinem Onkel, Niklaus Troxler, übernommen. Er versprach neue Akzente mit rockigeren Tönen und mehr Elektronika. Diesem Versprechen kommt er auch bei der Programmation seines zweiten Festivals nach, das bis zum Sonntag dauert.

Die Blutauffrischung bekommt dem Festival gut. Wie schon im letzten Jahr, sind vielversprechende und inspirierende Formationen angekündigt. Dabei stösst man auch auf den einen oder andern in Willisau vertrauten Namen: Jim Black (Endangered Blood), Paul Lovens, Ellery Eskelin, Myra Melford oder Dave Douglas.

Schweizer Szene gut vertreten

Doch diese Musiker treten nicht im bekannten Kontext auf, sondern mit neuen Bands, mit jüngeren Musikern. Eine Europapremiere gibts mit Nels Cline (Wilco), der sein Impro-Projekt The Nils Cline Singers nach Willisau bringt (Freitag). Zu hören ist auch die angesagte Drummerin Allison Miller (Samstag).

Gut vertreten ist die einheimische Szene mit Samuel Blaser und Christian Weber (beide am Donnerstag) sowie Samuel Rohrer (Samstag), die als Leader internationale besetzter Combos auftreten. Der Gitarrist Christy Doran präsentiert in Willisau seine neu besetzte Formation New Bag (Sonntag).

Neben dem Hauptprogramm mit sechs Doppelkonzerten gibt es die Konzertreihen Intimities, Late Spot und On the Road. Im Kino Mohren wird während des Festivals überdies der Film über Niklaus Troxler von Angelo A. Lüdin und Barbara Zürcher gezeigt.

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