Die in Schaffhausen geborene Irène Schweizer zählt zu den prägenden Musikern des europäischen Jazz. In der Entwicklung der freien Musik hat sie als Pianistin und Schlagzeugerin ab den 60er-Jahren Pionierarbeit geleistet und eine ganz eigenen Handschrift entwickelt.

Herausragend war die Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Weggefährten, dem Schlagzeuger Pierre Favre. Wichtig war und ist auch ihre Rolle als musizierende Frau im männerdominierten Jazz. Bis heute engagiert sie sich für die musikalische Frauenbewegung Europas («Feminist Improvising Group», «Les Diaboliques»). Dazu ist sie Mitgründerin des Taktlos-Festivals, der Werkstatt für Improvisierte Musik Zürich (WIM) und des Jazzlabels Intakt.

Weitere Auszeichnungen

Neben Irène Schweizer zeichnet das Bundesamt für Kultur (BAK) dreizehn Musikerinnen und Musiker sowie ein Ensemble mit einen Schweizer Musikpreis aus: Noldi Alder (Urnäsch, AR), Dieter Ammann (Zofingen, AG), Basil Anliker alias Baze (Bern), Pierre Audétat (Lausanne), Laure Betris alias Kassette (Freiburg), Sylvie Courvoisier (New York), Jacques Demierre (Genf), Ganesh Geymeier (Moudon, VD), Marcello Giuliani (Paris und Lausanne), Thomas Kessler (Allschwil, BL), Mondrian Ensemble (Basel), Luca Pianca (Lugano), Linéa Racine alias Evelinn Trouble (London und Zürich) und Willi Valotti (Nesslau, SG).

Mit den Schweizer Musikpreisen zeichnet das BAK das herausragende und innovative Schweizer Musikschaffen aus. Der Schweizer Grand Prix Musik ist mit 100'000 Franken dotiert, die Schweizer Musikpreise mit je 25'000 Franken.